

Der globale Finanzplatz-Ticker: Exklusiv aus dem aktuellen Elite Report 2010!
(01.12.09) Finanzplätze bewähren sich nur dauerhaft, wenn sie im Wettbewerb mit anderen Standorten stehen. Das gilt insbesondere für Nischen-Finanzplätze. Kleine Finanzzentren sind flexibler, weil sie sich im Wettbewerb schneller an politische und wirtschaftliche Veränderungen anpassen müssen. Auch sind sie in der Regel weit stabiler als große Kapitalstandorte, da sie häufig starke direkt-demokratische Elemente aufweisen und weniger abhängig vom Populismus politischer Parteien sind.
Wozu Auslandsbanken und Bankgeheimnis?
Jeder Bürger sollte sich um seine finanzielle Freiheit sorgen. Denn den Regierungen, die wie Deutschland aktiv gegen das Bankgeheimnis arbeiten, geht es letztlich um die Kontrolle der Bürger und um ihr Geld. Wollen Sie, dass ein Dritter Ihren Kontostand kennt? Ich bin überzeugt, dass jeder Mensch ein Recht auf Privatsphäre hat. Und dazu gehört auch seine finanzielle Situation. Daher sollte das Bankgeheimnis eine Selbstverständlichkeit sein. Die Finanzbranche wird sich international jedoch noch stärker vernetzen. Vor allem auch deswegen, weil es künftig immer weniger staatlich unabhängige Banken geben wird – gerade in den großen Volkswirtschaften. Langfristig ist es deshalb für Sie sicherer, mehrere Bankverbindungen bei kleineren und spezialisierten Banken in unterschiedlichen, aber stabilen Ländern zu unterhalten. Auslandskapitalanleger sollten sich vor allem nicht verunsichern oder gar diskriminieren lassen. Diskretion ist nichts Obskures oder Kriminelles, sondern ein berechtigter und legaler Anspruch – trotz „Steueroasendiskussion“.
Die interessantesten Standorte außerhalb Europas
Die Souveränität eines jeden Staates erlaubt es, seine rechtlichen und bürokratischen Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Betätigung seiner Bevölkerung zu definieren. Ebenso korreliert damit die Berechtigung eines jeden Teilnehmers dieses Wirtschaftsraumes, seine Geschäftsaktivitäten darauf zu adaptieren und auszurichten. Dieses Grundrecht einer freien Volkswirtschaft und eines freien Marktes besteht im regionalen Bereich ebenso wie im internationalen Rahmen. Die attraktivsten Standorte, welche eine optimale Lage und einen hervorragenden Nährboden dafür liefern, sind aus meiner Sicht folgende:
1. Asien: Singapur und Hong Kong
2. Mittlerer Osten: Abu Dhabi, Katar, Bahrein und Dubai
3. Kontinental-Amerika: Uruguay, British Virgin Islands, Bahamas

Wer international orientiert ist, prüft: Liechtensteiner Banken als Sprungbrett nach Asien, den Mittleren Osten und Kontinental-Amerika. Vermögende Kapitalanleger haben in Zeiten der Globalisierung und zunehmenden politischen Risiken das Bedürfnis, Risiken zu eliminieren oder zumindest deutlich zu reduzieren. Einige Liechtensteiner Banken (allen voran die VP Bank sowie die LGT) verfügen nämlich über Niederlassungen an Standortalternativen in Asien, dem Mittleren Osten, der Karibik oder Südamerika. Nicht wenige Kapitalanleger verteilen deshalb zurzeit ihre Vermögenswerte aus Risikogesichtspunkten global und damit auf Länder außerhalb Europas. Liechtensteiner Banken bieten sich mit ihren Auslandsniederlassungen als Ausgangspunkt an. Das Fürstentum Liechtenstein ist antizyklisch betrachtet damit ein zukunftsfähiger Bankplatz, da das kleine Land aufgrund der verschärften Steueroasendiskussion und des internationalen Drucks nun komplett neue, international anerkannte Wege gehen muss.
Private Banking in der Karibik
Falls es Kapitalanleger nun weniger nach Asien oder den Mittleren Osten, sondern mehr in karibische Gefilde zieht, ist mein „Sprungbrett-Favorit“ die First Caribbean International Bank. Die Barclays Bank PLC und CIBC West Indies Holdings Limited sind mit jeweils 43,75 Prozent an der Bank beteiligt. Die Bank bietet sowohl Einheimischen als auch ausländischen Privat- und Firmenkunden im internationalen Bank und Vermögensanlagengeschäft Finanzdienstleistungen an. Für das „International Private Banking“ hat First Caribbean fünf Niederlassungen auf den Bahamas, Barbados, den British Virgin Islands, den Cayman Islands und den Turks and Caicos Islands. Auch die Liechtensteinische VP Bank ist übrigens auf den British Virin Islands (BVIs) vertreten.
Elite Report 2010
Dieser Beitrag ist erschienen im aktuellen Elite Report 2010 – Die Elite der Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum.
Den Orginalbeitrag können Sie sich auch als PDF unter folgendem Link herunterladen: Elite Report 2010 - Markus Miller: Der globale Finanzplatz-Ticker (PDF)
Die Elite der Vermögensverwalter im deutschsprachigen Raum – 2010
Von Elite Report-Herausgeber Oliver Stock, Ressortleitung Handelsblatt Finanzzeitung
Mitten ins Herz
Keynes versprüht sein süßes Gift. Investiere in schlechten Zeiten auf Pump lautet der Teil seiner Lehre, den sich unsere Staatslenker besonders gut gemerkt und in der Finanzkrise angewendet haben. Noch klatscht ihnen das Publikum dafür Beifall. Wer jedoch noch etwas zu verlieren hat, bei dem schrillen bereits die Alarmglocken. Steuert da nicht mal wieder ein Staat auf eine Situation zu, in der er seine Gläubiger enteignen muss? In der er denen, die etwas besitzen, ans Leder muss, weil er selbst viel zu klamm ist, um noch etwas zu bewegen? Es wäre nicht das erste Mal, dass der Staat uns in die Tasche greift. Die Geschichte kennt, angefangen von den Tagen der Pharaonen bis zu den Währungsreformen des vergangenen Jahrhunderts, genügend Beispiele für die eine oder andere Form staatlicher Entschuldung.
Eines jedoch ist neu: Die Dimensionen der Schulden gehen ins Astronomische. Deswegen genügt es nicht mehr, unsere Generation zu belasten, von denen immerhin einige ja auch den Schaden angerichtet haben. Vielmehr geht es darum, kommenden Generationen schon jetzt so viel aufzubürden, dass sie den gebeugten Gang als Lebenseinstellung eingebleut bekommen. Ich nenne das Respektlosigkeit vor unseren Kindern und Kindeskindern. Und ich vertraue darauf, dass es Weitsichtige gibt, die uns vor dem Schlimmsten bewahren. Dass es Vermögensverwalter gibt, die die Verkehrsregeln kennen und uns um Staus herumnavigieren. Solche, die clever genug sind, uns nicht durch übertriebene Renditeversprechen in die falsche Richtung zu lenken, sondern erkennen, dass schon das Bewahren von Werten mehr und mehr zum Wert an sich werden kann.
Denn die Krise zeigt, dass Anleger substanziell Vermögen verlieren, wenn sie von ihrem Vermögensverwalter auf die falsche Fährte geschickt werden.
Die krassen Erfahrungen dieser Zeit bringen die schwarzen Schafe der Branche ans Licht. Müssen Anleger erst Zuverlässigkeit und Verantwortungsbewusstsein bei einem Vermögensverwalter eindringlich einfordern, habe ich meine grundlegenden Zweifel an ihm. Ohne diese Tugenden sollte er sich nicht einen Tag länger Vermögensmanager nennen dürfen.
Der Verwalter, den ich mir wünsche, versucht herauszufinden, wie sein Kunde »tickt«, um ihn persönlich zu betreuen. Der Kunde wiederum muss für sich Verkehrsregeln artikulieren. Und er wird – wenn er etwas gelernt hat – zunächst sein Vermögen erhalten wollen. Das ist das Pflichtprogramm. Rendite ist die Kür. Entsprechend klare Vorgaben gehören in den Vertrag, der die Vermögensverwaltung regelt, und nicht – wie so oft – Wischi-Waschi. Nur das schafft Rechtssicherheit für beide Seiten.
Im deutschsprachigen Raum verfügt vor allem die ältere Generation über ansehnliche Vermögenswerte. Ihnen und ihren Wünschen gebührt daher die besondere Aufmerksamkeit der Vermögensverwalter. »Otto-Normal-Millionär«, hat hart gearbeitet, konsequent gespart oder das Geerbte gut erhalten. Gerade Ältere möchten ernst genommen werden mit ihrem obersten Ziel, das Vermögen zu bewahren. Sicherheit geht ihnen vor Gewinn. Die beste Rendite ist ein ruhiger Schlaf. Und die Gewissheit, den kommenden Generationen so viel an die Hand zu geben, dass sie aufrecht durchs Leben gehen können. Auch wenn der Staat ihnen einredet, dass sie seine Schuldner und nicht seine Gläubiger sind.
Seriöse Vermögensverwalter differenzieren daher: Hier Kunden, denen Vermögenserhalt am Herzen liegt, dort die wirklich Investitionsgeneigten. Zwischen beiden liegen Welten. Gute Vermögensverwalter kennen diesen Unterschied. Sie behandeln das Thema nicht nur rational, sondern spüren sich in das Herz dessen hinein, der ihnen vertraut.
Bestellung: Den aktuellen Elite Report 2010 können Sie über die Website der Elite Report Redaktion www.elitereport.de bestellen!
Markus Miller
Gründer, Geschäftsführer und Herausgeber: GEOPOLITICAL.BIZ
