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Markus Miller: Gründer von GEOPOLITICAL.BIZ - Chefredakteur von "Kapital & Steuern vertraulich"
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Interview I - mit Markus Miller: Abgeltungssteuer - NEIN DANKE!
 

Interview Markus Miller – Abgeltungssteuer – NEIN DANKE – So finden Sie die besten Schlupflöcher!

Markus Miller ist diplomierter Vermögensmanager und Autor der Bücher „Geopolitische Vermögenssteuerung“, sowie „Abgeltungssteuer – NEIN DANKE!“. Der renommierte Experte für Private Banking Dienstleistungen ist Gründer des Internetportales www.geopolitical.biz, Chefredakteur von „Kapital & Steuern vertraulich“, sowie Herausgeber mehrerer Fachpublikationen.

Warum wird überhaupt eine Abgeltungssteuer eingeführt?

Markus Miller: Mit der Abgeltungsteuer soll die Besteuerung von privaten Kapitalerträgen neu geordnet und vor allem vereinfacht werden. Bisher werden Kapitalerträge und Kursgewinne ganz unterschiedlich besteuert. Mit der Abgeltungsteuer soll damit Schluss sein: Zinsen, Dividenden und private Kursgewinne werden ab 2009 steuerlich gleichbehandelt. Der Staat hat dabei drei grundlegende Ziele. Zum einen die Entbürokratisierung und Vereinfachung des komplizierten deutschen Steuerrechtes. Die Angleichung aller privaten Kapitalerträge und vor allem die Eindämmung der Steuerflucht ins Ausland, indem die Anreize zur Flucht durch einen verringerten Steuersatz vermindert werden. Die Idee der Einführung einer Abgeltungssteuer ist grundsätzlich sehr gut und ich befürworte dies. Die deutsche Umsetzung in der geplanten Form ist jedoch schlecht und die Zielerreichung somit stark fraglich.

Warum heißt die neue Steuer eigentlich Abgeltungsteuer?

Markus Miller: Im Unterschied zum derzeitigen Recht hat die neue Steuer eine „abgeltende“ Wirkung, das heißt, der Anleger hat nach dem Abzug der Abgeltungsteuer seine Steuerpflicht geleistet. Dagegen sind die bisherigen Steuerabzüge, wie der heutige Zinsabschlag von 30 %, nur eine Vorauszahlung. Der Anleger muss die Kapitalerträge im Rahmen der Einkommensteuerveranlagung letztlich mit seinem persönlichen Steuersatz versteuern, so dass sie – oberhalb des Sparer-Freibetrages – mit bis zu 45 % belastet werden können.

Warum sehen Sie die deutsche Abgeltungssteuer so negativ?

Markus Miller: Weil wir im internationalen Vergleich, vor allem mit unseren direkten Nachbarländern große Nachteile haben. Österreich gilt als Vorbild dafür, dass eine Abgeltungssteuer sinnvoll sein kann. Doch die Alpenrepublik kennt – wie Deutschland bisher – eine einjährige Spekulationsfrist bei Veräußerungsgewinnen. In Luxemburg beträgt diese Frist ein halbes Jahr. In der Schweiz, in Belgien und den Niederlanden sind Veräußerungsgewinne grundsätzlich steuerfrei. In Italien gibt es eine Veräußerungsgewinnbesteuerung, aber zu einem moderaten Satz von 12,5 Prozent. Frankreich wiederum setzt auf hohe Freibeträge und eine – sehr lange – Spekulationsfrist: Bis zu 20 000 Euro pro Jahr dürfen steuerfrei eingestrichen werden, nach einer Haltefrist von mehr als acht Jahren bleibt der Fiskus ebenfalls außen vor. Großbritannien stellt Veräußerungsgewinne bis 8800 Pfund steuerfrei; außerdem reduziert sich bei längerer Haltedauer die steuerliche Bemessungsgrundlage langfristig auf 60 Prozent. Deutschland wird hingegen mit dieser undifferenzierten Besteuerung auch langfristiger Veräußerungsgewinne zu einem Hochsteuerland für Aktienanleger.

Wer sind die Verlierer der Abgeltungssteuer?

Markus Miller: Grundsätzlich der Finanzplatz sowie das Investitions- und Wohnsitzland Deutschland. Aktionäre sind dabei die klaren Verlierer der Abgeltungssteuer. Während die Unternehmen steuerlich deutlich entlastet werden (die Gesamtsteuerbelastung der Kapitalgesellschaften wird von bisher 38,65 Prozent auf 29,83 Prozent gesenkt werden), kommen auf fast alle Aktionäre Mehrbelastungen zu. Dividendenbezieher müssen in Zukunft 100 Prozent statt wie bisher nur 50 Prozent ihrer Dividendeneinnahmen versteuern. Damit steigt ihre steuerliche Belastung von derzeit maximal 22,5 Prozent auf den dann einheitlichen Satz der Abgeltungssteuer von 25 Prozent bzw. circa 28% effektiv! Zusätzlich gibt es für Aktionäre eine eingeschränkte Verlustverrechnung! Besonders hart wird die neue Regelung zudem langfristig orientierte Anleger treffen, die auf substanzstarke Untenehmen setzen, die hohe Dividenden zahlen. Besonders betroffen sind auch Anleger mit mittleren Einkommensteuersätzen. Am größten sind die negativen Auswirkungen für Personen, die sich im Vermögensaufbau befinden, da die Renditen für Sparpläne aufgrund der Abgeltungssteuern deutlich sinken!

Gibt es  auch Gewinner?

Markus Miller: Ja. In erster Linie Anleger mit hohen Steuersätzen und Anleihenbesitzer! Finanzinnovationen und Lebensversicherungsmodelle, ETF‘s, Dachfonds, Derivatefonds, Riester und Rürup Verträge, Immobilien oder Physische Werte wie Gold und Kunst gehören ebenfalls dazu. Auch der Bereich der Devisengeschäfte wird ab 2009 von der Abgeltungssteuer erfasst. Anleger erzielen dann nicht mehr Spekulationsgewinne nach dem bisherigen § 23 EStG, sondern Einkünfte aus Kapitalvermögen im Sinne des § 20 Absatz 2 Nr. 3a EStG in der Fassung des Unternehmensteuerreformgesetzes 2008. Durch die Rechtsänderung profitieren künftig auch die Käufer von Fremdwährungsanleihen. Bislang beteiligt sich der Fiskus nicht an Kursverlusten, die durch ungünstige Wechselkursveränderungen neben den Zinserträgen erwirtschaftet werden. Ab 2009 wird ein entstehendes Devisenminus immer anerkannt und kann mit Zinserträgen verrechnet werden. Des weiteren werden Ausländische Banken und Finanzdienstleister profitieren, sowie Auswanderer (Wohnsitzverlagerer) und Firmengründer im Ausland.

Welche Lösungen haben Sie für Anleger?

Markus Miller: In meinem aktuellen Buch „Abgeltungssteuer –NEIN DANKE!“ Stelle ich 3 grundlegende Strategien ausführlich vor. Die Optimierung oder Vermeidung durch Konservierung und Nutzung der Altbestandsregelung bis zum 31.12.2008. Die Optimierung durch Versicherung – (Lebensversicherungsmäntel), welche auch nach dem 31.12.2008 möglich ist und die Optimierung durch Verlagerung. Hier beispielsweise Gesellschaftsgründungen oder Wohnsitzverlagerungen. Es gibt dabei jedoch keine ultimative Strategie für die Abgeltungssteuer. Wie bei der privaten Altersvorsorge (gesetzliche, betriebliche, private) sollten Anleger Ihr Vermögen auch bei der Abgeltungssteuer auf mehrere Säulen und Strategien verteilen und aussteuern.

Es gibt also zukünftig auch Kapitalanlagen die von der Abgeltungssteuer nicht betroffen sind?

Markus Miller: Ja. Beispielsweise Riester-Verträge und Rürup-Rentenverträge (Nachgelagerte Besteuerung, Einzahlungen steuerfrei), Private Rentenversicherungen, Kapitalbildende Lebensversicherungen (bei Mindestlaufzeit 12 Jahre und Auszahlung nach dem 60. Lebensjahr), die Altersvorsorge über die Firma, Geschlossene Immobilien-, Windkraft-, Solar-, Medien-, Leasing-, Schiffs- und Lebensversicherungs-Fonds, vermietete Immobilien und Eigenheime oder Physische Investments, beispielsweise Direktinvestitionen in Gold, Edelmetalle oder Kunst.

Wie sieht Ihr Fazit im Zusammenhang mit der Abgeltungssteuer aus?

Markus Miller: Abgeltungssteuern können ein einfaches und effizientes Verfahren sein, um Erträge des privaten Vermögensbereichs maßvoll zu besteuern. Das zeigen auch andere Länder. Die Deutsche Umsetzungsvariante hat leider wesentliche Schwächen. Der Steuersatz ist zu hoch (vor allem unter Berücksichtigung von Solidaritätszuschlag und Kirchensteuern), Eigenkapital wird gegenüber Fremdkapital diskriminiert, langfristige Anlagen werden einschließlich Inflation besteuert, nicht gefördert und der private Vermögensaufbau wird generell geschwächt. Vermögensinhaber mit der Bereitschaft, international Risikokapital bereitzustellen (Aktionäre), zählen ebenso zu den Verlierern der Deutschen Abgeltungssteuer. Es bieten sich jedoch Möglichkeiten (3 Grundlegende Strategien) von der Nutzung privilegierter Modelle wie Lebensversicherungsmäntel bis hin zu Wohnsitzverlagerungen! Auch Dachfonds, ETF´s und der Kauf von Aktien zur Nutzung der Altbestandsregelung vor dem 01.01.2009 sind intelligente Möglichkeiten welche ich alle in meinem Buch Abgeltungssteuer – NEIN DANKE!“vorstelle.

 
 
Interview II - mit Markus Miller: Unabhängige Bankbeziehungen
 
Anleger brauchen mehrere unabhängige Bankbeziehungen.
Skeptiker spotten über Verschwörungstheoretiker. Doch die aktuelle Finanzkrise zeigt:
Geopolitische Vermögensplanung ist wichtiger denn je!

Die ab 2009 gültige Abgeltungssteuer ist ein Einschnitt. Ist das nicht ein Schlag gegen die eigenverantwortliche Altersvorsorge?

Für Vermögende ist der 25-prozentige Abschlag kein so großer Beinbruch. Ein großer Schlag ist er aber für junge Leute, die Vermögen erst aufbauen müssen. Die Rendite für langfristige Sparpläne auf Aktien oder Aktienprodukte sinkt deutlich. Man hätte der Aktienkultur kaum einen größeren Schlag versetzen können. Die Spekulationsfristen werden ebenso wie das Halbeinkünfteverfahren abgeschafft, Verrechnungen von Werbungskosten und auch von Aktienverlusten sind dramatisch eingeschränkt.

Muss man sein Geld ins Ausland bringen?

Junge und flexible können auswandern. Aber das ist natürlich ein extremer Schritt. Grundsätzlich ist die Antwort auf die Frage: Ja. Nur die deutschen Banken sind zur direkten Abführung der Steuer verpflichtet. Wer sein Geld ins Ausland transferiert, der muss seine Einkünfte später deklarieren. Ich rate zu einem Wechsel der juristischen Bezugsgröße, weg von der natürlichen Person zur juristischen Person. Das heißt: Ich lege um mein deutsches Wertpapierdepot den Mantel einer Versicherung Luxemburgischen oder Liechtensteinischen Rechts. Für viele Anleger ist das sicher ein unkonventioneller Gedanke.

Was bedeutet das konkret?

Es lohnt sich für Vermögen in einer Größenordung von 50.000 Euro bis zu mehreren Millionen Euro. Ich kann beispielsweise in einer liechtensteinischen Lebensversicherung meinen Aktienfondssparplan laufen lassen. Die Abgeltungssteuer fällt erst am Laufzeitende an. Das Liechtenstein-Modell hat mehrere Vorteile. Der Anleger versteuert seinen Wertzuwachs nur mit der Hälfte des persönlichen Steuersatzes. Nur muss der Versicherungsnehmer einen anderen Begünstigten einsetzen, etwa Frau oder Kinder. In der Versicherung kann der Anleger außerdem Einfluss auf die Anlagepolitik nehmen – in Deutschland ist das unmöglich. Dazu muss er einen Vermögensverwalter dazwischenschalten, damit nicht der Eindruck des direkten Tradings entsteht, was als Umgehungstatbestand interpretiert werden könnte.

Gibt es noch weitere Vorteile?

Liechtenstein hat ein verlässliches Bank- und Versicherungsgeheimnis. Für deutsche Anleger ist das ein sensibles Thema, weil hierzulande die Diskretion immer weiter ausgehebelt wird. Viele wollen Ihre Privatsphäre jedoch gewahrt sehen. Es ist ein Vorteil, seine Depots außer Landes zu schaffen. In vielen anderen Ländern ist außerdem die reine Betreuung des Depots mit Blick auf den administrativen Aufwand weit weniger bürokratisch.

Lohnt auch eine internationale Depotstreuung?

Das ist sogar absolut nötig. Es reicht nicht, beispielsweise auch in China zu investieren, aber nur ein einzelnes Depot bei einer einzigen Bank zu unterhalten. Anleger brauchen mehrere Bankbeziehungen in unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Rechtsräumen: eine übergeordnete Risikostreuung. Das zeigt schon die aktuelle Finanzkrise. Wenn ich mein Geld bei nur einer Bank deponiere, stecke ich mit meinem gesamten Kapital in der Klemme, wenn diese Bank in Schieflage gerät. 
 
Interview III - mit Markus Miller: Geopolitische Vermögenssteuerung  
 

Geopolitische Vermögenssteuerung, erklären Sie uns bitte kurz diesen Begriff.

Geopolitik ist die Wechselwirkung (Korrelation) zwischen wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten. In Kombination mit der Vermögenssteuerung, bedeutet dies, dass die Die Erkenntnisse der modernen Portfoliotheorie, (quantitative Asset Allokation), in den 50er und 60er Jahren geschaffen und seither stetig weiterentwickelt erweitert werden um die Segmente der geometrischen Steuerung (Produktstrukturen/Strategien beispielsweise mittels Zertifikaten), der rechtlichen Streuung (Rechtsnaturen), der distributiven Diversifikation (Vermögensmanager/Banken) sowie der geographischen Verteilung (Jurisdiktionen/Länder) von Vermögenswerten für ein ganzheitlich optimiertes und mehrdimensionales Anlage- und Risikomanagement.

Was hat Sie dazu veranlasst, dieses Buch zu schreiben?

In erster Linie die Erfahrungen und Erkenntnisse die ich in mehr als 10 Jahren bei der Betreuung Vermögender Privatkunden erlangt habe. Wenn man sich das Vermögensmanagement von privaten Investoren vor Augen führt fällt auf, dass viele Anleger ihren Focus auf das Management des monetären Risikos legen, das heisst, ist mein Depot gut strukturiert, habe ich die richtigen Aktien bzw. Anlageformen, habe ich genügend Liquidität zur Verfügung, verwalte ich mein Kapital kostengünstig oder ist mein Depot von den enthaltenen Märkten und Produkten gut gestreut. Strategische Risiken wie beispielsweise Rechtssprechung, Steuerliche Regularien, Anbieterauswahl oder operative Risiken wie beispielsweise der Zugang zu meinem Vermögensverwalter oder technische Probleme in Extremsituationen (11. September, Irak-Krieg, globale Bedrohungen, Epedemien) bleiben oftmals komplett außen vor, können aber erhebliche Auswirkungen wiederum auf die finanziellen Risiken haben und deren gutes Management unter Umständen komplett ad absurdum führen. Auch Scheidungsrisiken, Haftungsrisiken oder Nachfolgemodelle sollten unbedingt schon frühzeitig Beachtung finden sonst habe unter Umständen zwar ein tolles Depot mit eine schönen Performance, es gehört aber plötzlich jemand anderem! Es ist ähnlich wie mit dem beliebten Spruch an der Börse, das Geld ist nicht weg, es hat nur ein anderer.

Können Sie dies noch näher erläutern?

In dieser Kürze nur schwer, aber die Hauptrisiken bestehen vor allem bei den Beschäftigungs-, Sozial- und Vermögensstrukturen. Also müssen wir unsere Rahmenbedingungen anpassen. Jeder einzelne von uns muss seine „Vermögenswerte“ (Kapital, Wissen, Gesundheit, Lebenssituationen, Partnerschaften) analysieren und neu ausrichten. Der altbewährte Leitsatz „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ bekommt also eine erweiterte Bedeutung. Es zählt nicht nur, mehrere Körbe zu wählen und die Eier zu verteilen, sondern auch unterschiedliche Transportmittel- und Transportzeiten für die Körbe auszuwählen.

Lassen Sie uns dennoch die Depotebene betrachten, welche Rolle spielen Zertifikate in Ihren Konzepten?

Ich bin ein Anhänger von „Core Satellite“ Konzepten auf der Produkt- bzw. Portfoliostrukturierungsebene.
Beim Core-Satellite-Ansatz wird ein Teil des Vermögens in einen Kern (Core) von passiven Mandaten investiert, die dem Gesamtportfolio eine gewisse Grundstabilität geben. Häufig ist dieser Kern dabei risikoavers investiert, um Verpflichtungen mit relativ sicheren, dafür aber niedrigeren Erträgen abdecken zu können. Dieser Kern wird ergänzt durch aktiv gemanagte Mandate aus potentiell weniger effizienten Nicht-Kernmärkten (Satelliten) oder durch mit speziellen Investmentansätzen gemanagte Produkte, die Zusatzerträge generieren sollen. Die Kernmandate kommen dabei oftmals aus dem klassischen und etablierten Aktienmarktsegment und werden beispielsweise über Indexzertifikate, Staatsanleihen oder Garantiezertifikate abgedeckt. Ergänzt werden diese um „Randinvestments“ beispielsweise in Small-Caps (ebenfalls über Zertifikate möglich), in Emerging Markets (hier u.U. über aktiv gemanagte Fonds) oder alle Arten von Zertifikate-Strategien (Bonus, Barrier, Discount, Hedge usw.) immer unter Berücksichtigung der Ziele und der Risikotragfähigkeit des Kunden. Dadurch ist es möglich von Marktineffizienzen bzw. Spezialsituationen zu profitieren und Überschussrenditen zu erzielen, welche die Gesamtrendite des Portfolios steigern.

Sie planen bzw. forschen derzeit auch an einem „Geo-Crossing“ Modell mittels „Geo-Zertifikaten“. Was erwartet uns hier?

Die Umsetzung eines Geo-Crossing-Modells bedeutet die sinnvolle Kombination von innovativen Anlageprodukten und Anlagestrategien, unter Beachtung einer Core-Satellite-Strategie in unterschiedliche, auf den Kapitalanleger abgestimmten Zielgesellschaftsformen (Vermögensverwaltende- bzw. haltende) Juristische Personen. In diesen aus Risikomanagement Sicht „Protcted Cell Companies“, also geschützten Zellen werden die Vermögenswerte von international agierenden Investoren rechtlich separat voneinander gehalten. Jede Zelle besitzt dabei ihre eigenen getrennten Vermögensbestandteile und haftet nur für die beinhalteten Werte. Um dennoch unter den verschiedenen Vermögensmanagern (Management Styles) keine ungewollten Risiken und Renditenachteile entstehen zu lassen, wird mittels einer Aggregations- bzw. Konsolidierungssoftware das Gesamtvermögen kontrolliert und optimiert und gesteuert. So erreicht man ein effizientes und mehrdimensionales Vermögensmanagement. Die Zielinvestments sind dann die angesprochenen Geo-Zertifikate, wobei es durchaus auch Geo-Fonds werden können, mit Zertifikaten als Hauptbestandteil.
Die Hauptintention dieser – in der Bankenfachsprache auch als Global Custody – bezeichneten Verteilung von Vermögenswerten ist dabei immer das Steigern der Ertäge und das minimieren ALLER Risiken, nicht nur der monetären. Erst danach folgt die Optimierung der Steuerbelastung.

Sie arbeiten dabei nicht nur mit Banken in Europa?

Nein, das wäre auch wieder zu einseitig, in einer geografischen Region und einem immer stärker zusammenwachsenden Rechtsraum.
Meine persönlichen Favoriten - im außereuropäischen Bereich sind derzeit die Bankplätze Singapur, Bahamas, Dubai und Panama.

Wie kann sich ein Laie oder Anfänger mit diesem doch sehr komplexen Thema näher beschäftigen?

Neben meinem Buch als Grundlagenwerk, habe ich als Ergänzung und Aktualisierung eine Informationsseite und einen monatlichen Online-Newsletter geschaffen, welcher die angesprochenen Dinge beinhaltet.

Eine kostenlose Anmeldung hierzu ist über www.geopolitical.biz möglich.
 

 

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