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| VERGÜTUNGSMODELLE IM PRIVATE BANKING |
Noch bestimmt in der Bankpraxis (gerade auch im scheinbar so gehobenen Private Banking Segment) die Volumensgröße über die Preisfestsetzung.
Dies gilt auch für das traditionelle Anlagegeschäft, obwohl beispielsweise gerade im Wertpapiergeschäft der Banken circa zwei Drittel der gesamten Kosten auf die Beratungsdienstleistungen entfallen.
Derzeit berechnen viele Banken und Vermögensverwalter ihren Kunden in der Regel Preise für die Inanspruchnahme einzelner Leistungen wie etwa den Kauf- und Verkauf von Wertpapieren, die Verwaltung und Depotführung für die Wertpapiere, den Zahlungsverkehr und die Kontoführung welche somit die „kostenlose“ Beratungsdienstleistung quersubventionieren. Die „Qualität“ der Beratung bezahlen Kunden somit über Produkte welche oftmals aufgrund dieser Systematik nicht die beste Qualität haben!
Zusätzlich sind bei vielen Produkten innere und versteckte Kosten in erheblichem Maße vorhanden. Diese stellen oftmals eine dramatische Kostenbelastung für den Kunden dar und somit einen klaren Renditenachteil. Noch schlimmer, oftmals steigen auch die Risiken von Produkten durch die Methode von „upfront“ erhobenen Spesen. Dadurch nimmt man strukturierten Produkten (Zertifikate) beispielsweise die Chancen und erhöht die Risiken.
Gerade bei Bonuszertifikaten sind wir bei unseren Recherchen auf Privatbanken gestoßen, die gemeinsam mit Emittenten „Hauszertifikate“ emittieren welche durch unglaublich hohe Spesenbelastungen deutlich schlechtere Rendite/Risikoprofile haben als vergleichbare am Markt schon erhältliche Zertifikate. Diesen schlechten und unseriösen Produkten (und natürlich den Anbietern die diese lancieren) gilt auch unsere Kampfansage für die Zukunft!
Auch vollkommen intransparent und nach aussen nicht sichtbar eingepreiste Bestandsprovisionen werden von Seiten der Banken oft einbehalten und sind Teil des Gesamtpreises, welcher dem Kunden oftmals überhaupt nicht bewusst ist.
Die Zukunft liegt hier auch im Private Banking bei Modellen, wie Sie es schon lange von Ihrem Internetprovider beispielsweise her kennen. Egal wie lange Sie im Web surfen, Sie bezahlen eine fixe Summe für diese Dienstleistung. Bei Banken ist es derzeit ähnlich wie bei Fluggesellschaften (welche aber durch die EU zum umdenken gezwungen werden). Sie kennen das bestimmt, der günstige Flug als Lockangebot kostet 29 EUR und dann folgen Kerosinzuschläge, Sicherheitsgebühren, Servicepauschalen usw. wobei das immer noch weit transparenter ist als viele derzeitige Modelle im Private Banking.
So genannte Flat-Fee-Modelle - ein fixer Preis für ein bestimmtes Leistungspaket - bietet heute nur jede fünfte Bank an.
Ein Flat-Fee Bonus Modell beispielsweise, das alle Leistungen rund um die Vermögensverwaltung und die Vermögensberatung abdeckt und zudem die Bestandsprovisionen dem Kunden vergütet, wird bisher am Markt kaum angeboten.
Aber gerade als Private Banking Kunde sollten Sie von Ihrer Bank folgendes erwarten und einfordern:
langfristige Betreuung durch den Ansprechpartner ihres Vertrauens Dieser sollte ein Beziehungsmanager sein, kein Produktverkäufer.
Unabhängiges Angebot an Finanzprodukten erstklassiger Qualität So genannte Best of Class oder Best Select Ansätze in der Produktebereitstellung der Bank. Fragen Sie Ihren Bankberater direkt ob er persönliche Absatzziele hat oder Hausprodukte verkaufen muss und lassen Sie sich seine Aussage schriftlich bestätigen.
Gewährleistung absoluter Diskretion Mein Rat ist hier vertrauen Sie nicht allein auf die Sicherheit Ihres Bankplatzes auch wenn dieser in Österreich oder Luxemburg ist. Schalten Sie eine Gesellschaftsstruktur dazwischen und vertrauen Sie nicht auf irgendwelche derzeitigen Bankgeheimnisse, vor allem nicht in EU Ländern!
Bequemlichkeit, Sicherheit, Einfachheit und ein konsolidierter Gesamtüberblick in all ihren Finanzangelegenheiten. Lassen Sie die Reportings Ihrer Bank doch einmal durch eine unabhängige Stelle überprüfen auch im Hinblick auf versteckte Gebühren und auch auf die Leistungsfähigkeit und Kompetenz Ihrer Bank. Es gibt GIPS (Global Investment Performance Standards) aber längst nicht jede Bank setzt diese um und Performance ist nicht gleich Performance und schon gar nicht Rendite! Denken Sie immer daran, alles im Leben ist relativ, es ist nur eine Frage des Blickwinkels und diesen stellen Anbieter oftmals so ein, damit er bei Ihnen am besten ankommt!
Die Lösung ist wie immer Einfach!
Trennung der Produktleistungen von den Beratungsleistungen und separate, transparente Ausweisung von beiden!
Die Honorarberatung in der Praxis
Was zeichnet einen neutralen und unabhängigen Private Banker aus?
Ein Honorarberater meldet sich nur bei Ihnen, wenn wichtige Informationen vorliegen – und nicht, weil Ihnen ein neues Finanzprodukt verkauft werden muß.
Ausschließlich Ihre finanziellen Interessen werden produktneutral und bankenunabhängig vertreten – und nicht die einer Versicherung oder einer Bank.
Empfehlungen sind unabhängig von verdeckten Provisionen von Produktanbietern. Eine Produktbeschaffung sollte Ihnen zu Nettokonditionen ermöglicht werden, weil auf Provisionen verzichtet wird.
Leistungen sind nachprüfbar und objektiv. Dafür wird Ihr Berater – wie ein Steuerberater oder Rechtsanwalt – von Ihnen als Kunde bezahlt, und nicht über den undurchsichtigen Umweg über eine Versicherung oder Bank.
Sie profitieren von hoher Beratungsqualität durch erfahrene und qualifizierte Berater, welche auch Anlageproduktübergreifendes Fachwissen haben ebenso eine hohe emotionale Intelligenz wie soziale Kompetenz.