Anlagezertifikate
Anlagezertifikate ermöglichen auf Grund dessen, da sie von einem Grosshändler (Emittenten) zusammengestellt wurden, und dann in möglichst kleine handelbare Einheiten zerschlagen wurden, mit relativ geringem Kapitaleinsatz den Zugang zu ausgetüftelten Investmentstrategien. Der Preis manches Anlagezertifikates ist - über das Bezugsverhältnis geregelt - manchmal sogar so günstig, dass sich die Zertifikate auch für monatliche Sparpläne eignen.
Die Investmentmöglichkeiten, die Anlagezertifikate bieten, sind zahlreich. Dennoch kommen immer wieder Produkte mit neuen Investmentideen auf den Markt. Eine Sparte von Anlagezertifikaten besteht aus Zertifikaten, die auf nach gewissen Voraussetzungen zusammengestellte Aktienbaskets lauten. Die von den Emittenten frei zusammengestellten Aktienkörbe können beispielsweise nach Dividendenrendite, Kursmomentum (der Kurszuwachs der Aktie in einem genau definierten Zeitraum), KGV, oder die Top-Performer der jüngsten Vergangenheit umfassen.
Bei solchen Anlagezertifikaten ist die regelmäßige Anpassung des dem Zertifikat zu Grunde liegenden Aktiendepots ein wesentliches Auswahlkriterium, da bei statischen Zertifikaten, deren Zusammensetzung über die Laufzeit hinweg konstant bleibt die Gefahr lauert, dass sie auf einen Trend setzen, der nach ein oder zwei Jahren ausläuft.
Andere Anlagezertifikate weisen ein völlig anderes Auszahlungsprofil als der zu Grunde liegende Basiswert auf. Zu diesen Zertifikaten zählen unter anderem jene Finanzinstrumente, die sich nach charttechnischen Signalen oder saisonalen Bestszenarien richten.
Siehe auch Derivate
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