| Die 12 wichtigsten Anleger-Verhaltensmuster |
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| 1. Die Selbstüberschätzung |
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| 2. Angst und Hoffnung |
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| 3. Die Rahmenbildung |
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| 4. Die Harmoniesucht |
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| 5. Der Herdentrieb |
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| 6. Die Heimatverbundenheit |
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| 7. Die Verlust - Abneigung |
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| 8. Die Sorglosigkeit |
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| 9. Die Reue |
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| 10. Die Geldillusion |
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| 11. Die Gewinnbekanntgabe |
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| 12. Die naive Aufteilung |
1. Die Selbstüberschätzung
Das Verhalten - Diverse Untersuchungen unter Börsenakteuren haben gezeigt, dass erfahrene Börsianer in der Regel deutlich mehr Aktien handeln, also kaufen und verkaufen, als Börsenneulinge. Die Profis geraten dabei zuweilen in einen eigentlichen Kauf- und Verkaufsrausch. Behavioral-Finance Wissenschaftler erklären sich die Aktionitis der Profis mit dem Phänomen der Selbstüberschätzung. Sie sagen, dass sich die Akteure immer wieder sicher seien, dasss sie nun die "todsichere Aktie" gefunden hätten. Sobald sie nach dem Kauf aber feststellen, dass der Titel ihre hohen Erwartungen nicht gleich erfülle, würden sie diesen umgehend wieder verkaufen. Aber nur, um gleich wieder in die nächste "todsichere" Aktie einzusteigen.
Die Folgen vermehrten Handelns führen zu deutlich geringeren Erträgen. Dies, da das Verkaufen, respektive Kaufen natürlich jedesmal mit Gebühren verbunden ist. Somit hat nur ein Akteur wirklich etwas vom vermehrten Handeln: Die Bank bzw. der Broker.
Handlungsalternativen - seien Sie, wenn es um Gebühren geht, äusserst geizig! Um Ihre Gewinne zu erhöhen und Ihre Bank nicht unnötig mit Gebühren zu füttern, lohnt es sich, nur wenige Male im Jahr zu handeln. Die durchschnittliche Verweildauer eines Investments im Depot sollte 12 bis 18 Monate betragen. Um mit zeitlich mittelfristig angelegtem Anlageverhalten Erträge zu erzielen, setzt man am besten auf bewährte Anlagestile wie Value-, Dividenden oder Momentum-Strategien. Zertifikate bzw. Strukturierte Produkte können hierbei interessante und innovative Anlagemöglichkeiten bieten.
2. Angst und Hoffnung
Das Verhalten - Wie risikobereit sind Sie als Anleger? War das schon immer so? Hat sich Ihre Risikobereitschaft während der Jahre verändert? Was beinflusst Ihre Risikobereitschaft? Mit solchen und anderen Fragen beschäftigen sich Ende der 80er Jahre die Behavioristen. Dabei konnten sie aufzeigen, dass die Risikobereitschaft von Investoren während des ganzen Anlageprozesses hauptsächlich von zwei Gefühlen beeinflusst wird: Angst und Hoffnung.
Die Folgen - Interessanterweise machen sowohl die extrem risikoscheuen als auch die extrem risikofreudigen Anleger deutlich weniger Performance als rein zahlenorientierte Anleger, die ein mittleres Risiko eingehen.
Handlungsalternativen - Um sich als Anleger nicht von den beiden Gefühlen Angst und Hoffnung leiten zu lassen, empfiehlt es sich, sowohl bei der Aktienauswahl, als auch beim Investment, stets an Zahlen zu orientieren. Dabei sollten sowohl Aktien- als auch Firmenbewertungskennwerte zu Rate gezogen werden. Bei Strukturierten Produkten (Otionsscheine, Anlage-Zertifikate, Derivate) die entsprechenden Kennzahlen. Bei den Aktienkennzahlen beispielsweise werden mit Vorteil das Kurs/Umsatz-, das Kurs/Buch-, das Kurs/Cashflow- sowie das Kurs/Gewinn-Verhältnis in den Entscheidungsprozess miteinbezogen. Bei den Unternehmenskennzahlen sind unter anderem die Eigenkapitalquote, die Eigenkapitalrendite, die Rendite auf dem investierten Kapital sowie die Nettoverschuldung von Belang. Auch makroökonomische Daten sollten beim Entscheid beachtet werden. Denn zu oft stürzen auch gute Investments ab, sobald die Märkte insgesamt sinken und alle Akteure nur noch schwarz sehen.
3. Die Rahmenbildung
Das Verhalten - Unter Rahmenbildung ist gemeint, dass sich Anleger einen eigenen Rahmen bilden oder setzen. Nehmen wir an, Sie kaufen ein Investment zu 100 EUR. Notiert diese ein Jahr später bei 149 Euro, hat dies in Ihrem "psychologischen Rahmen" bald die 50-Prozent-Marke erreicht. Nun sagen die Wissenschaftler der Fachrichtung Behavioral Finance, dass sich das Verhalten von Anlegern verändert, je nachdem, welchen psychologischen Rahmen sie haben.
Die Folgen - Rahmenbildungs-Effekte können zur Folge haben, dass man als Anleger auf einen bestimmten Aktienkurs kommen will. Man hat die obige Anlage zu 100 Eur gekauft und will nun unbedingt die 50-Prozent-Marke, also Kurse von 150 Euro, erreichen. Unabhängig davon, ob das Unternehmen zum Beispiel gerade eine Gewinnwarnung herausgegeben hat, oder sich bestimmte Marktparameter eintrüben. Der Anleger bleibt in seinem Investment, er will seine 50 Prozent erreichen.
Handlungsalternativen - Setzen Sie sich gleich nach dem Aktienkauf zwei Ausstiegskurse: Einen Kurs, für den Fall, dass die Aktie steigt und einen Kurs, für den Fall, dass sie fällt. Tun Sie dies auf Grund von Bewertungskennzahlen. So verhindern Sie, dass Sie beim Verkauf auf einen runden Aktienkurs oder auf eine bestimmte Performance-Prozentzahl kommen wollen.
4. Die Harmoniesucht
Das Verhalten - Psychologisch gesehen ist unser Organismus so programmiert, dass wir zu jedem Zeitpunkt in Harmonie leben wollen. Somit ist es uns unangenehm und eigentlich zuwieder, abweichende Meinungen zu hören. Das glauben Sie nicht? Eine kleine Frage: Lesen Sie eine Tageszeitung, deren politische und ethische Grundüberzeugungen anders gelagert sind als die Ihren?
Die Folgen - Somit informieren wir uns also in der Regel nur aus Quellen, die mit unseren Meinungen übereinstimmen. Meinungen, die quer in der Landschaft liegen, blenden wir aus. Dieses Muster kann Sie aber als Anleger viel Geld kosten. Was, wenn der geistige Querkopf Recht hat?
Handlungsalternativen - Lesen Sie auch Meinungen, die mit den Ihrigen nicht übereinstimmen. Wägen Sie dabei die andersartigen Argumente immer gegen die eigenen ab. Und seien Sie nicht zu stolz zu handeln (kaufen/verkaufen), falls der Andere überzeugendere Argumente hat.
5. Der Herdentrieb
Das Verhalten - Haben Sie sich auch schon überlegt, noch in Solarwerte, Nanotechnologie oder stark gestiegene Rohstoffwerte einzusteigen? Wenn ja, warum? Aus bewertungstechnischen Gründen (bei Aktien) gibt es keinen Anlass dazu. Praktisch alle diese stark gestiegenen Titel weisen extrem hohe Bewertungen auf. Somit kann kein einziger Anleger, der in diese Titel investiert, argumentieren, er steige ein, weil die Werte günstig seien. Ein Grund für derartige Kursanstiege ist oftmals ein "blinder" Kauf von vielen Investoren, welche sich darauf verlassen, dass die anderen Anleger die immer weiter einsteigen schon wissen was sie tun. Dies ist äusserst Riskant.
Die Folgen - Wer sich als Anleger auf die Masse verlässt, hat ein grosses Risiko, ganz nach dem Motto "den letzten beissen die Hunde", viel Geld zu verlieren.
Handlungsalternativen - Sorgen Sie dafür, dass Sie sich an Kennzahlen orientieren. Wenn Sie sehen, dass eine Aktie gut läuft, wie beispielsweise Google oder Ebay in der Vergangenheit, dann vergewissern Sie sich, dass der Titel "günstig" zu haben ist. Verlassen Sie sich bei der Einschätzung der Geschäftsaussichten im übrigen nicht auf Aussagen des Managements oder Analysten sondern auf Ihren eigenen gesunden Menschenverstand.
6. Die Heimatverbundenheit
Das Verhalten - Leben Sie gerne an Ihrem Wohnsitz? Schätzen Sie die Sicherheit, den Wohlstand, die Stabilität hier zu Lande? Werden Sie hier weiter wohnen bleiben? Wahrscheinlich werden Sie alle Fragen bejahen. Wie denken Sie, würden die Antworten ausfallen, wenn Sie diese Fragen einem Australier, einem Amerikaner oder einem Schweden stellen würden? Wohl auch mit "ja", weil die meisten Menschen sich wohl fühlen in Ihrer Heimat. Sie kennen Ihre Umgebung und haben Vertrauen in ihr Land. Wieso kaufen dann aber Privatanleger oftmals keine Aktien von Firmen aus anderen Ländern? Die Antwort der Behavioristen: Nur deshalb, weil sie die anderen Länder weniger kennen.
Die Folgen - Untersuchungen zufolge halten 80 Prozent der privaten Anleger ausschliesslich inländische Aktien.
Handlungsalternativen - Als Investor gibt es keinen einzigen Grund, nicht im Ausland zu investieren, im Gegenteil. Wenn Sie als Anleger nur in Aktien aus einem Land investieren, fahren Sie damit ein grösseres, ein so genanntes Klumpenrisiko. Achten Sie darauf, dass Sie in Ihrem Wertpapier Depot eine Auslandsquote von mindestens 50 Prozent haben. Damit reduzieren Sie das geografische Risiko beträchtlich.
7. Die Verlust-Abneigung
Das Verhalten - Im Fachjargon der Behavioral-Finance-Wissenschaftler ist das Phänomen der Verlustaversion folgende: Haben Sie an schwachen Börsentagen auch schon bewusst nicht in Ihr Depot geschaut, weil Sie sich die Verluste nicht ansehen wollten? Dieses Verhalten mag zwar ziemlich kindisch erscheinen, dennoch kennen alle Anleger dieses Verhalten. Und es ist nichts anderes als normal, denn wir gehen, wo immer möglich, schlechten Gefühlen aus dem Weg. Die Psychologen nennen dieses Verhalten: Vermeidung.
Die Folgen - Auch die besten Investoren haben nicht nur gut laufende Titel im Depot. Somit gilt: Auch die Warren Buffets dieser Welt müssen sich mit negativen Positionen herumschlagen. Schliesslich gilt auch für die Aktienwelt: Niemand ist perfekt. Wer aber seine schlecht laufenden Aktien ausblendet und/oder nicht beachtet, läuft Gefahr, grosse Verluste einzufahren.
Die vorteilhafte Einstellung - Wer Verlustpositionen im Depot stehen hat, sollte sich eines vor Augen halten: Früher oder später muss man sich sowieso entscheiden, wie man mit den Titeln verfahren will. Also: Lieber früher als später entscheiden. Als Faustregel gilt: Von Verlustpositionen sollte man sich rasch trennen. Spätestens sobald ein Titel eine gewisse Prozentuale Veränderung (20-25%) unter dem Einkaufspreis liegt, sollte man verkaufen. Laufen die Märkte neutral bis steigend, haben fallende Aktien die Tendenz weiter zu fallen. Somit gibt es keinen Grund, in fallenden Aktien zu verharren. Auch wenn es weh tut, wenn man die Verluste realisieren muss, ist es oftmals besser dies zu tun, als auf eine Trendumkehr zu hoffen, welche unter Umständen Monate bis Jahre dauert, falls überhaupt eine Trendumkehr eintritt. (Beispiel "Neuer Markt")
8. Die Sorglosigkeit
Das Verhalten - Wer das Glück (oder je nachdem auch das Pech) hatte, in den 90er Jahren an der Börse investiert zu sein, der kennt die euphorischen Gefühle, der Freude, Genugtuung und des Stolzes, die einen als Anleger eine Hausse erleben lässt. Doch nach der Euphorie kommt meist die Depression. Nach den 90er-Jahren kam das Jahr 2000. Die Internet-Blase platzte und mit ihr der gefühlsmässige Überschwang. Unter grossen wie kleinen Börsenteilnehmern machte sich Panik und Ohnmacht breit. Viele Anleger blieben investiert und versuchten, weiter Gewinne zu machen. Mit entsprechend hohen Verlusten. Nicht wenige sind den Aktienmärkten bis heute fern geblieben.
Die Folgen - Doch was passiert? Nach den Jahren des Börsenaufstieges hatten die Anleger "vergessen", dass es an den Märkten auch abwärts gehen kann, und sämtliche Vorsichtsregeln über Bord geworfen. mit dem Erfolg in den 90er Jahren waren sie sorglos geworden. Behavioristen sprechen von "erlernter Sorglosigkeit".
Handlungsalternativen - Wer an der Börse investiert, sollte auch in der Hausse immer im Hinterkopf behalten, dass 1. Märkte auch wieder einmal fallen werden, und 2. in euphorischen Börsenzeiten Bewertungskennzahlen wie ein Kurs/Gewinn-Verhältnis etc. nichts mehr zu gelten scheint und Zukunftsperspektiven zu euphorisch bewertet werden, fern jeglicher Rationalität. Die Erfahrung zeigt: Es lohnt sich, bei grossen Korrekturen rasch auszusteigen und man erspart sich damit einiges an Verlusten und Frust.
9. Die Reue
Das Verhalten - Wem geben Sie lieber die Schuld für etwas Schlechtes das passiert ist: Sich selbst oder jemand anderem? In der Regel lautet - die Ehrliche - Antwort : Jemand anderem. Weshalb ist das so? Wenn man etwas getan hat, das sich später als ungut herausstellt, stellt sich in der Regel ein Gefühl der Reue ein. Das geht auch Anlegern so. Sobald man im Rückblick erkennt, dass man besser in eine andere Aktie investiert hätte, beginnt die Reue am Selbstbewusstsein zu nagen.
Die Folgen - Um solch negative Gefühle zu vermeiden, verlassen sich viele Anleger gerne auf Tipps von Analysten und Aktienspezialisten. Dies hat den Vorteil, dass sie, wenn die empfohlenen Titel in der Folge schlecht laufen, die Schuld nicht bei sich selbst suchen müssen.
Handlungsalternativen - Haben Sie den Mut zu einer eigenen Meinung! Sowohl in Bezug auf die ökonomische Grosswetterlage, die Aussichten der einzelnen Unternehmen und der jeweiligen Branchen, als auch in Bezug auf die beobachteten Firmen / Märkte sowie in Sachen Aktienbewerteung bzw. Produktbewertung. Wer sich keine eigene Meinung zutraut oder sich nicht zutraut zu lernen, eine eigene Meinung zu haben, sollte die Finger von Einzel-Aktien lassen und eine professionelle Vermögensverwaltung wählen.
10. Die Geldillusion
Das Verhalten - Womit vergleichen Sie sich jeweils, wenn Sie Ihre eigene Börsenperformance einstufen? Die meisten Privatanleger sind mit sich selber zufrieden, wenn Ihre Investments am Jahresende mehr wert sind, als zu Jahresbeginn. Das tönt banal, doch nicht alle Börsenteilnehmer denken so. Fondsmanager zum Beispiel sind glücklich, wenn sie ihren entsprechenden Vergleichsindex schlagen. Egal, ob dieser im positiven oder negativen Bereich abgeschlossen hat. Doch Gradmesser sollte weder das eine noch das andere sein. Die eigentliche Messlatte sollte die Inflation plus der Sparzinssatz sein.
Die Folgen - Nehmen wir an, Sie verdienen in einem Jahr mit Ihren Investments 2 Prozent, das Sparbuch gibt 1 Prozent und die Teuerung (Inflation) ist 3 Prozent. So haben Sie eine reale Performance von 0 Prozent. Und dies obwohl sie mit Ihrer Vermögensanlage 2 Prozent Genwinn erzielten.
Handlungsalternativen - Ihr Ziel muss es sein, Teuerung plus Sparzins zu schlagen. Erst wenn Sie das unter nicht allzu hohen Risiken nachhaltig und stetig schlagen, sollten Sie mit Ihrer Leistung zufrieden sein.
11. Die Gewinnbekanntgabe
Das Verhalten - Börsenpsychologen haben interessantes herausgefunden in Bezug auf die Auswirkungen, welche die Bekanntgabe positiver Gewinnüberaschungen durch Firmen auf die Aktien haben. Denn die Kurse reagieren nach deren Untersuchungen erst ab dem zweiten Tag stark.
Die Folgen - Das bedeutet folgendes: Wenn man eine Aktie bereits seit einiger Zeit verfolgt und kaufen will, lohnt es sich, gleich an dem Tag einzusteigen, an dem die positive Gewinnüberraschung eintrifft.
Handlungsalternativen - Warum? Zwar wird die Aktie am ersten Tag, am Tag der Bekanntgabe der Gewinnüberraschung, gleich einen Kurssprung vollführen, doch ist dies meist erst der Anfang. Denn mit den positiven Nachrichten kommt die Aktie sofort in den Focus von deutlich mehr Analysten, Fondsmanagern, institutionellen und privaten Anlegern. Die Behavioristen haben herausgefunden, dass die Kurse erst ab dem 2. Tag der Bekanntgabe richtig stark anziehen. Und die Erfahrung zeigt: Die Rechnung geht (oftmals) auf.
12. Die naive Aufteilung
Das Verhalten - Nehmen wir an, Sie verwalten ein Depot mit 100.000 Euro. Wie viele Aktienpositionen kaufen Sie? Wie teilen Sie den Betrag auf die einzelnen Positionen auf? Kaufen Sie 10 verschiedene Positionen und teilen Sie die 100.000 Eur durch 10?
Die Folgen - Wenn Sie dies tun, betreiben Sie gemäß Behavioral Finance eine "naive Aufteilung oder Diversifikation". Wer bei seiner Aufteilung nicht auch Momentums- und Bewertungskennzahlen einfliessen lässt, erzielt eine schlechtere Performance als jemand, der in dieselben Titel investiert, aber zusätzlich Momentums- bzw. Bewertungskennzahlen im allgemeinen mit zu Rate zieht. Gerade Zertifikate-Strategien bieten hier ideale Strukturierungsmöglichkeiten.
Handlungsalternativen - Vor jedem einzelnen Aktienkauf ist ein Blick auf das Momentum und die Bewertung unabdingbar. Auch kann ein indirektes Investment über ein Zertifikat oftmals die bessere Wahl sein, als ein Direktinvestment in die Aktie.
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