Finanzplätze in der Mitte der Welt – Abu Dhabi, Dubai und Bahrein In Sachen Außenwirkung und Public Relations (Luxushotels, Immobilienmarkt, Freihandelszonen, Tourismus, Kuriose Projekte wie Skipisten in der Wüste oder Unterwasserhotels) macht Dubai kaum ein anderes Land etwas vor im arabischen Raum und derzeit ist das Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate auch bestrebt alles dafür zu tun, um sich in der „Mitte“ zwischen Tokio und London als neuer Finanzplatz mit einem liberalen Finanzzentrum zu etablieren.
Dubai gehört ebenso wie Abu Dhabi und 6 weitere Staaten im Nordosten der arabischen Halbinsel zu einer völkerrechtlichen Kuriosität: sieben autarke Scheichtümer, die jeweils von einem Emir oder Scheich regiert werden, aber wie ein gemeinsamer Staat auftreten. Mit über 10 % der weltweit bekannten Erdölvorräte und über 4% der Erdgasreserven verfügen die Vereinigten Arabischen Emirate (V.A.E.) über ein bedeutendes Resourcenpotential. Obwohl das Erdöl für die V.A.E. der entscheidende Wirtschaftsfaktor bleibt, werden die Anstrengungen zur Schaffung einer diversifizierten Volkswirtschaft mit modernem Dienstleistungssektor – eingebettet in einen festen Wechselkurs mit dem US-Dollar gerade im Bankensektor konsequent weiter forciert.
Neben Dubai und Abu Dhabi ist aber aus meiner Sicht gerade Bahrein als gut regulierter Onshore- und Offshore-Finanzplatz ähnlich wie Liechtenstein und Singapur künftig eine ideale Lagerstelle (Vermögensverwahrung) im Segment des Wealth Managements für vermögende Araber aus der Golfregion. Man schätzt dass diese weltweit über Vermögen von annähernd 2.000 Milliarden US-Dollar verfügen. Ebenso vermögende Europäer und international agierende Investoren zieht das Land immer stärker an aufgrund seiner guten Infrastruktur, politischen Stabilität, liberalen Gesetzgebung und weiterer strikter Regularien welche in diesem Fall nicht negativ in Erscheinung treten, sondern eine Planungssicherheit für Investoren und Banken bedeuten.
Viele Araber gerade aus den benachbarten Golf-Staaten, darunter insbesondere aus Saudi-Arabien, haben in den letzten Jahren - speziell seit den Anschlägen des 11. September – Vermögenswerte aus den USA abgezogen und sind weiter auf der Suche nach attraktiven und sicheren Strukturierungsmöglichkeiten in der Heimatregion bzw. der unmittelbaren Nachbarschaft, die zudem noch politisch und wirtschaftlich besonders stabil erscheint.
Auch international etablierte Banken wie die größte Liechtensteinische Bank LGT hat dieses Wachstumspotential erkannt und im Dezember 2005 eine Repräsentanz in Bahrein eröffnet und neben Bankplätzen außerhalb Europas wie Singapur, Panama, die Bahamas oder die Cayman Islands, wird auch Bahrein, Dubai oder Abu Dhabi eine zunehmend gefragte Destination für Repräsentanzen international tätiger Großbanken im mittleren Osten.
Im Netzwerk unserer Kooperationsbanken verfügen wir mittlerweile auch über Partnerbanken in Bahrein und Abu Dhabi.
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