"Psychologie der Finanzmärkte und Marktteilnehmer" In den letzten Jahren ist zunehmend deutlich geworden, dass die Psychologie an den Finanzmärkten eine immer wichtigere Rolle spielt und somit auch den Einfluss über rationale Handlungen der Börsenakteure zurückdrängt. Mit Behavioral Finance hat sich ein neuer Forschungszweig herausgebildet, der psychologische und ökonomische Erkenntnisse konsequent zusammenführt. Die verhaltenswissenschaftliche Kapitalmarktforschung stellt die psychologische Analyse einzelner Menschen als Marktteilnehmer bewusst in den Mittelpunkt. Dabei werden Prozesse der Informationsverarbeitung sowie der Urteilsbildung und das Entscheidungsverhalten untersucht. Nur so lassen sich z. B. das "unlogische" oder "irrationale" Verhalten von Anlegern und auch damit zusammenhängende Kursentwicklungen transparent und verständlich machen. Behavioral Finance ist aber deutlich mehr als nur Börsenpsychologie! Für Finanzdienstleister ist der Ansatz in vielen zentralen Fragen des Finanzmanagements und der Kundenberatung von enormer praktischer Bedeutung. Da es letztlich um das Verhalten von Menschen und Organisationen im finanzwirtschaftlichen Kontext geht, ändert sich auch die Terminologie von Behavioral Finance zu Financial Behavior.
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