Globalisierung – Strukturveränderungen im privaten Vermögensmanagement
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Für internationale Wirtschaftsunternehmen, den Global tätigen Unternehmen, mag die zunehmende Entstehung und Vernetzung weltumfassender Märkte, die Multinationalisierung und Internationalisierung des Handels, der Kapitalmärkte, der Produkt- und Dienstleistungsmärkte vorangetrieben durch neue Kommunikations- und Informationstechnologien hochwillkommen sein, jedoch birgt diese Entwicklung neben den damit verbundenen Chancen auch große Gefahren nicht nur für diese „Global Player“ sondern für jeden einzelnen von uns.
Diese Risiken werden vor allem in Beschäftigungs-, Sozial- und Vermögensstrukturen erhebliche Auswirkungen auf uns haben.
Hierbei müssen wir unsere bisherigen Strukturen diesen veränderten Rahmenbedingungen anpassen. Jeder einzelne von uns muss gerade seine „Vermögenswerte“ (Kapital, Wissen, Gesundheit, Lebenssituation, Partnerschaften) neu analysieren und strukturieren. Der altbewährte Leitsatz „Lege niemals alle Eier in einen Korb“ bekommt also eine neue und erweiterte Bedeutung. Es zählt nicht nur mehrere Körbe zu wählen und die Eier zu verteilen, sondern auch unterschiedliche Transportmittel- und Transportzeiten für die Körbe auszuwählen. Diese Mehrdimensionale Betrachtungs- und Vorgehensweise ist die Antwort auf eine Welt mit veränderten und neuen Chancen und Risiken.
Eine Modernisierung, Strukturierung und Vernetzung der individuellen Anforderungen muss über ein effizientes Risikomanagement somit in allen Lebensbereichen (Kapitalanlage, Arbeitsplatz, Bildung, Gesundheit, Familie usw.) vorgenommen werden.
Hierbei ist ein kompetentes Management der individuellen Vermögenswerte ein unabdingbarer Bestandteil des Ganzen, weil auch beispielsweise Gesundheit oder Bildung - wenn auch teilweise bedingt – käuflich sind und private Vorsorge und Privater Vermögensschutz immer wichtiger wird.
Das heißt an Stelle Staatlicher Absicherung (Rente, Sozialleistungen, Gesundheitsvorsorge oder Haftungsschutz) muss zunehmend eine private individuelle Vorsorge (Anlagemanagement) und Absicherung (Risikomanagement) erfolgen und dies nicht nur auf der reinen Wertpapierebene, sondern über mehrere Dimensionen verteilt.
Der Private Investor sollte hierbei Erkenntnisse und Vorgehensweisen der modernen Unternehmensführung und des betrieblichen Risikomanagements auf seine Vermögensanlage übertragen. Er sollte eine eigene Anlage-, Finanz- und Risikopolitik für seine Lebensgestaltung definieren, diese sinnvoll und auf seine Lebensumstände und Bedürfnisse abstimmen und den gegebenen Rahmenbedingungen einer globalisierten Welt anpassen. So wie Wechselwirkungen zwischen den unterschiedlichsten Anlageklassen im Portfoliomanagement mathematisch berücksichtigt werden, sollten auch die Korrelationen zwischen Geographischen und Wirtschaftlichen Gegebenheiten (Geopolitik) Beachtung in unserem persönlichen Risikomanagement finden. Diese weit vernetzte, strukturierte und mehrdimensionale Vorgehensweise wird beispielsweise beschrieben im Buch „Geopolitische Vermögenssteuerung“. Bestellungen sind ab sofort möglich über (www.geopolitical.biz)
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Eine Überlegung fürs Wertpapierdepot: Branchen statt Länder
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Der internationale Welthandel nimmt seit Jahren immer mehr zu und führt unterschiedliche Nationen, Volkswirtschaften und Gesellschaften immer enger zusammen. Rund um den Globus entstehen neue und eigene Produktions- und Vertriebsnetze, welche grenzübergreifend operieren. Neue Technologien stellen eine große Herausforderung dar für „alte“ und etablierte Wirtschaftsstrukturen. Menschen können schneller und besser über Ländergrenzen hinweg kommunizieren und vieles muss sich anpassen oder wird überflüssig in einer völlig veränderten, vernetzten, technisierten und rationalisierten Welt.
Ende der 80er Jahre war die Globalisierung nur ein Synonym für das entstehen weltweiter Finanzmärkte und erfuhr in nur wenigen Jahren eine signifikante Bedeutungserweiterung.
Volkswirtschaftlich ist der Prozess der Globalisierung äußerst komplex. Die Faktoren welche die Konjunktur beeinflussen sind äußerst vielfältig und es existiert kein alleiniges Erklärungsmuster für den Konjunkturzyklus. Dennoch lassen sich auch realwirtschaftliche Merkmale der Globalisierung identifizieren. Beispielsweise zeigt sich zunehmend eine Handelsverflechtung (abzulesen am Wachstum der Handelsströme), eine Angleichung der Konjunkturzyklen und damit einhergehend eine gestiegene Übereinstimmung vieler Indikatoren (Inflation, Zinsen, usw.) in der weltweiten Konjunkturentwicklung. Viele Märkte wurden in den vergangen Jahren stark dereguliert d.h. Handelsbeschränkungen und Restriktionen wurden aufgehoben. Dies führt dazu, dass sich der Wettbewerb zunehmend von der nationalen auf die globale, internationale Ebene verlagert. Des Weiteren wurde in vielen Ländern der Kapital- und Devisenverkehr vollständig liberalisiert. Im Vergleich zu den Gütermärkten ist die globale Verzahnung der Kapital- und Devisenmärkte bereits weit fortgeschritten. Die grenzüberschreitende Mobilität des Kapitals hat den Wettbewerb zwischen den Finanzzentren erhöht, was sich positiv auf die Unternehmensfinanzierung und Vermögensanlage auswirkt. Neben der hohen Kapitalmobilität hat sich in den meisten Ländern eine stabilitätsorientierte Geldpolitik durchgesetzt, die über geringere Inflationserwartungen zu tendenziell niedrigeren Zinsen führt. Ferner dürfte auch die Finanzpolitik der meisten westlichen Regierungen stärker auf die Konsolidierung der Staatsfinanzen ausgerichtet sein. Besonders synchron ticken die Uhren mittlerweile innerhalb der Europäischen Union beispielsweise, angesichts einer gemeinsamen Geldpolitik, der Stabilitätsrichtlinien also der Vereinbarung über die Konsolidierung der jeweiligen Staatshaushalte und des seit Einführung des Euros nicht mehr bestehenden Wechselkursrisikos.
Des Weiteren zeigen sich die Auswirkungen der Globalisierung im Hinblick auf die Finanzmärkte am deutlichsten wohl bei der Betrachtung der international tätigen Unternehmen. Beteiligungs- und Investitionskapital bewegt sich in immer größerem Ausmaß über Ländergrenzen hinweg. 1982 beispielsweise erzielten Auslandsniederlassungen von international tätigen Unternehmen Umsätze in Höhe von 2,5 Billionen US$. Bis 1990 verdoppelten sich diese Umsätze auf circa 5,5 Billionen US$ und im Jahr 2002 lagen diese bereits bei 20 Billionen US$. Zunehmend agieren auch mittelständische Unternehmen und Kleinbetriebe international und verstärken diese Tendenzen.
Im Hinblick auf die Finanz- und Kapitalmärkte lassen sich im Wesentlichen zwei Globalisierungseffekte unterscheiden. Zum einen hat sich in den letzten Jahren die Zahl der Anlagemöglichkeiten deutlich erhöht und somit auch die Chancen global über verschiedene Produkt- und Anlageklassen zu diversifizieren. Zum anderen bewegen sich die Weltbörsen aber zunehmend im Gleichschritt. Dieser Gleichlauf der Märkte (fehlende positive Korrelationseffekte) führen oftmals zu negativen Entwicklungen im Wertpapierdepot eines Investors und machen breite Diversifikationen nicht mehr effektiv, da ein positiver Korrelationseffekt zwischen den unterschiedlichen Assetklassen ganz entscheidend für die Wirksamkeit der Diversifikation ist. Die Länder wachsen also durch diese Entwicklung immer mehr zusammen und bewegen sich im Gleichschritt. Eine breite Länderdiversifikation macht somit zunehmend weniger Sinn da Länder- bzw. Regionenindices wie beispielsweise der Dax, Euro Stoxx oder S&P 500 bereits in sich gut diversifizierte Portfolios mit Global tätigen Unternehmen sind. Somit sind die Chancen gering, auf dieser Ebene Risiken durch breite Länderauswahl zu streuen. Der positive Diversifikationseffekt fällt hier also weg durch zunehmend fehlende Korrelationen der Märkte untereinander.
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Branchenselektion statt Länderdiversifikation
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Anders sieht es allerdings bei den einzelnen Branchen aus (Automobil, Chemie, Pharma, Computer, Internet usw.). Hier driften einzelne Branchen zunehmend auseinander da hierbei Standorteffekte und Rahmenbedingungen eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese unterschiedlichen Entwicklungen auf der Branchenebene bieten somit positive Korrelationseffekte welche wiederum die Möglichkeiten der Risikostreuung deutlich erhöhen.
Konkrete Umsetzungsmöglichkeiten können beispielsweise über Branchenfonds oder folgende Branchenzertifikate erfolgen:
Branche / Name / ISIN / Info
Automobil / FTSE Global Autos / DE 000 610 288 2 / Globale Automobilwerte (USD)
Finanzen / DJ Titans Banks / DE 000 635 152 1 / Globale Bankenwerte (USD)
Pharma / ESTOXX Health / DE 000 709 371 8 / Europäische Pharmawerte
Technologie / DJ Titans Tech / DE 000 635 166 1 / Technologie Global (USD)
Telekommunikation / STOXX Telecom / DE 000 703 696 4 / Europäische Telekom Firmen
Versorger / ESTOXX Utilities / DE 000 709 347 8 / Europäische Versoger Aktien
Rüstungstechnik / AMEX Defense / DE 000 927 994 3 / US Rüstungswerte (USD)
Immobilien / Epra Europe / DE 000 HV0 92P 2 / Europäische Immobilien Aktien
Medien / STOXX Media / DE 000 703 693 1 / Europäische Medien Aktien
Internet / DJ Int. Commerce / DE 000 687 485 2 / US eCommerce Aktien (USD)
Biotechnologie / NASDAQ Biotech / NL 000 019 443 9 / Biotech Aktien
Rohstoffe / RICI / NL 000 044 554 2 / Basket mit 35 Rohstoffen
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