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Globale Risiken 

 

Vorteile Risikomanagement

 

Haftungsrisiken

 

Anleger - Verhalten

 

 Value at Risk - VaR

 

Risikomanagement – Management von Komplexität

Maßgeblich verantwortlich für den Wandel in der Risikolandschaft zeichnet wie so oft die Globalisierung, die wie keine andere Größe die Märkte des ausgelaufenen 20. und des begonnen 21. Jahrhunderts beeinflusst hat und zukünftig weiter beeinflussen wird. Auf ihrem Rücken sind nicht nur technologischer Fortschritt, sondern auch neue Industrien und Risiken entstanden. So standen Unternehmen plötzlich vor dem Problem, bisher ungekannte Risikophänomene  - wie Imageschäden, Garantieverpflichtungen, Misserfolg bei Produkteinführungen, Abgang von Managern in Schlüsselpositionen etc. abzusichern. Denn längst nicht für alle dieser neuen Herausforderungen für Risikomanager hielt der traditionelle Versicherungsmarkt beispielsweise adäquate Lösungen parat. Unternehmen wie Versicherer standen vor der Aufgabe, im Rahmen eines noch neuartigen Risikomanagements diese neuen Unsicherheitsfaktoren zu qualifizieren, ihre Eintrittswahrscheinlichkeit zu bestimmen und ihre Auswirkungen auf den Unternehmenswert zu ermitteln.

Untenehmen müssen also neben althergebrachtem und bewährten Risikomanagementansätzen und neuen innovativen Methoden auch weitere alternative Lösungen suchen, um ihre Risiken zu managen und zu transformieren. Ein Beispiel hierfür sind sogenannte Captives welche auch vermögenden Privatinvestoren zur Verfügung stehen. Unternehmen aus der Öl-Branche versichern sich über derartige Strukturen beispielsweise gegen Ölpest Katastrophen. Fluggesellschaften versichern sich über Captives, da diese einen zusätzlichen Versicherungsschutz bieten und halten dennoch die Kosten stabil aufgrund liberaler und somit attraktiver Rahmenbedingungen. Viele Ärzte aus den USA haben beispielsweise Captives gegründet, die bei Kunstfehlern in Anspruch genommen werden, und Hersteller greifen auf sie zurück, um sich gegen Fälle von Produkthaftung abzusichern.

Diese Möglichkeiten stehen auch Privatanlegern zur Verfügung über eigene Captives als Premiumlösung oder einfachere Gesellschaftsrechtliche Modelle um sich zusätzlich vor Schadens- oder Haftungsansprüchen zu schützen.

Es gilt also für die unterschiedlichen Ebenen ein übergreifendes Risikomanagement anzuwenden, vom Depot-Risikomanagement (Portfolio Insurance) über die Koordination der Lagerstellen und Anbieter, der Länder hin zu den Rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten mittels des internationalen Gesellschaftsrechts. Diese einzelnen Schritte werden abstrakt dargestellt, um Ihnen Möglichkeiten und Handlungsalternativen aufzuzeigen, welche Sie dann mit den jeweiligen Spezialisten (Vermögensmanagern, Rechtsanwälten, Treuhändern usw.) individuell auf sich abstimmen und zuschneiden lassen.

Risikomanagement von Terror 

Bereits zum 11. Mal veröffentlicht Aon die "Political and Economic Risk Map". Mit dieser Karte katalogisieren die Risikomanager des Unternehmens jährlich die politischen und wirtschaftlichen Risiken in mehr als 200 Staaten. Unternehmen, die planen in diesen Ländern geschäftlich tätig zu werden (Ausflaggen), soll damit eine Entscheidungshilfe zur Bewertung von politischen, wirtschaftlichen und Währungsrisiken an die Hand gegeben werden. Im Fokus der Analysen steht dabei das Terrorrisiko in den jeweiligen Ländern. Gerade die Zunahme terroristischer Aktivitäten hat die weltweiten Risiken für die Wirtschaft enorm erhöht. Dies belegt die im April 2005 bereits zum zweiten Mal herausgegebene Terror Risk Map, die die unterschiedlichen Terrorgefahren auf der Welt analysiert. Nach Angaben der Terror Risk Map 2005 ist durch den verstärkten Terrorismus auch das Risiko für den weltweiten Handel gestiegen.

      Karte: Politische und Wirtschaftliche Risiken     

                                                                                

-> Political & Economic Risk Map 2006 

-> Region Snapshots 2006

-> Terror Risk Map 2007

 

 

Zur qualifizierten Risikoabschätzung wurde von Experten dabei erstmals ein neuer Risiko-Index genutzt, der es ermöglicht die weltweite Gefährdung der Warenströme eines Unternehmens abzuschätzen. Für US Firmen heißt das z.B.: Von Gütern im Wert von einer halben Billion USD, die 2004 aus mehr als 50 Ländern importiert wurden, sind Warenwerte von nahezu 312 Mrd. USD durch politische und wirtschaftliche Instabilität bedroht.

Brechen zum Beispiel auf der koreanischen Halbinsel Spannungen aus, so ist die Verfügbarkeit fast der Hälfte aller weltweit produzierten Computerchips gefährdet. Trotzdem wird das Risiko durch Störungen des Warenverkehrs und der Weltwirtschaft heute immer noch von vielen Managern unterschätzt.

Gefahrenpotential Natur & Umwelt

 

Ein weiteres Gefahrenpotential zeigt die Tsunami-Katastrophe in Asien oder die verherenden Wirbelstürme im Golf von Mexiko, welche die enorme Zerstörungskraft von Erdbeben und Hurrikanes in erschreckender Weise in Erinnerung ruft.

Ein Naturphänomen, das auch in Deutschland möglich ist - wenngleich in der Regel mit geringeren Ausmaßen. So verursachte 1978 das bisher stärkste Erdbeben in Albstadt auf der Schwäbischen Alb einen Schaden von 125 Millionen Euro. Auch in diesem Bereich wird derzeit ein Computermodell entwickelt unter der Mitarbeit von renomierten Geophysikern welches mit Hilfe statistischer Methoden die Wiederkehrperioden von Beben errechnen soll und darauf aufbauend Risikokennzahlen verifizierbar machen kann. Derartige Modelle werden in absehbarer Zeit in die Risikomanagementprozesse vieler international tätiger Unternehmen Einzug halten um geografische Risiken messbar und kalkulierbar zu gestalten.

 

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