

Gold-Edelmetalldepots als Strategische Krisenvorsorge!
(09.01.2009) Gold oder Edemetallinvestments im Allgemeinen in physischer Form sind für mich nach wie vor Notwendig und der Hauptbestandteil einer Strategischen Krisenvorsorge. Ich war ja schon vor Beginn der Finanzkrise ein starker Befürworter von Edelmetallen, allen voran Gold als wichtigem Baustein für ein ausgewogenes Vermögensmanagement. Vor Beginn der Finanzkrise vor allem natürlich auch aus taktischer Sicht. Taktisch bedeutet für mich hierbei Edelmetallinvestments als Diversifikationsträger eines gut strukturierten Wertpapierdepots. Nun ist für mich gerade Gold aber weit mehr als ein rein taktisches Investment. Edelmetalle sind für mich mittlerweile der Strategische Baustein für jeden Anleger oder besser gesagt Bürger, der die reale Gefahr eines Untergangs unseres auf Papier gedruckten Geld- und Finanzsystems sieht. Ich glaube die Wahrscheinlichkeit der Rückbesinnung auf den eigentlichen Nutzen von Gold hat aufgrund der dramatischen Entwicklungen der Weltwirtschaft längst begonnen. Papiergeld kann also in Zukunft den Wert von Papier annehmen. Ein Stück Klopapier hat dann einen ähnlichen Wert, wie ein 500 Euro Schein, wobei das Klopapier noch den Vorteil von besseren Saug- und Brenneigenschaften hätte. Gold würde in einem solchen Szenario somit vor einer realen „Remonetaresierung“ stehen. Real würde das eine Rückkehr zum Goldstandard (Kopplung von Währungen an den Goldpreis) bedeuten.
Die Mischung aus Rezession, Deflation, Gefahr einer Hyperinflation, Währungsturbulenzen, Unternehmensschieflagen, konjunktureller sowie politischer Unsicherheit mit enorm gestiegenen Geopolitischen Risiken bieten aus meiner Sicht einen idealen Nährboden für – weiter - steigende Goldpreise in der Zukunft.
Welche Hauptfaktoren beeinflussen den Goldpreis?
Der Goldpreis wird aus meiner Sicht ganz klar von zwei Parametern getrieben. Erstens vom Zustand der Finanzmärkte und damit verbunden dem Zinsniveau, Inflationserwartungen sowie Währungen. Zweitens dem Zustand der Realwirtschaft und damit verbunden der Produktion sowie der Nachfrage, in erster Linie auch beispielsweise die Schmuckindustrie.
Auch ohne dem Damoklesschwert Hyperinflation + Währungsreform ist Gold interessant
Um den aktuellen Schwierigkeiten im Finanzbereich aber auch der Realwirtschaft entgegenzuwirken werden die Notenbanken, allen voran die Amerikaner, aber auch beispielsweise die EZB gezwungen sein, die Zinsen weiter zu senken bzw. auf niedrigsten Niveaus zu belassen und die Gelddruckmaschinen weiter anzuwerfen. Allein diese niedrigen Zinsniveaus machen Gold als Kapitalanlage attraktiv.
Empirisch besteht seit jeher eine starke Korrelation zwischen negativen Realzinsen und dem Goldpreis. Die Opportunitätskosten der Goldhaltung, das bedeutet der Verzicht auf Zinserträge, nehmen mit fallenden Zinsen immer mehr ab. Je niedriger die Renditen, desto geringer die Attraktivität von Anleihen gegenüber Gold. Der Primärtreiber steigender Goldpreise ist aus meiner Sicht ein negatives Realzinsniveau. Ich sehe die Hauptgefahren für Sie als Anleger entweder eben in diesen negativen Realzinsszenarien, oder einer Hyperinflation mit einer Entwertung von Papiergeldern. In beiden Szenarien mach ein Goldinvestment aus strategischer Sicht Sinn.
Gold, Silber, Palladium und Platin - Münzen und Barren können Sie sich auch direkt ins Depot legen
Wenn Sie sich im Edelmetallmarkt engagieren möchten, dann bietet sich Ihnen eine große Auswahl. Sie reicht von einem Metallkonto über Optionsscheine oder im Allgemeinen Derivative Instrumente auf Edelmetalle, Zertifikate bzw. Edelmetallfonds oder Goldminenaktien bis hin zu physischem Gold, Silber, Palladium oder Platin in Form von Barren oder Münzen.
Das klassische Gold-Investment ist der Kauf von Goldbarren oder Münzen. Goldbarren werden entweder in Gramm oder in Unzen gemessen. Die gebräuchlichste internationale Einheit bei Barren ist die Feinunze. Das sind 31,1 Gramm. In Deutschland werden die Barren häufig in Gramm angeboten. Hier reicht das Angebot von 5 bis 1000 Gramm. Bei Goldbarren, die in Unzen gemessen werden, geht die Stückelung von einer viertel Unze bis zu 100 Unzen. Physisches Gold kann beispielsweise in einem Bankschließfach aufbewahrt werden.
Physische Edelmetalle sind Abgeltungsteuerfrei!
Gerade in Österreich und der Schweiz gibt es Banken, bei denen Sie sich Edelmetalle – physisch – in Form von Barren oder Münzen in Ihr Wertpapierdepot einbuchen lassen können. Dadurch, dass diese physischen Werte keine Wertpapiere sind, fallen Münzen und Barren auch bei einer Anschaffung nach dem 31.12.2008 nicht unter die Abgeltungsteuer. Nach Ablauf der Spekulationsfrist von einem Jahr, sind Kursgewinne mit physischen Edelmetallen auch weiterhin steuerfrei. Hier gelten also weiterhin die alten Steuerregeln.
Anlage- oder Sammlermünzen
Bei Goldmünzen unterscheidet man zwischen klassischen Anlagemünzen und den Münzen für Sammler. Die bekanntesten Anlagemünzen sind beispielsweise der südafrikanische Krügerrand, der kanadische Maple Leaf, der American Eagle oder auch der Wiener Philharmoniker.
Bei den Sammlermünzen konnte beispielsweise auch der Gold-Euro, der 2002 herausgegeben wurde, eine erhebliche Wertsteigerung erzielen. Das ist bei Sammlermünzen oft der Fall, wenn diese in einer geringen Auflage angeboten werden. Allerdings notieren derartige Goldmünzen teilweise erheblich über ihrem reinen Materialwert. Sie haben daher einen nicht unerheblichen ideellen Wer (Sammlerwert), der oftmals wesentlich stärker schwankt als der Materialwert, was aber auch eine zusätzliche Chance sein kann.
Das Edelmetalldepot ist eine perfekte Alternative
Wenn Sie sich nicht mit Barren oder Münzen in Ihrem Bankschließfach oder Ihrem Haus belasten wollen, dann gibt es Alternativen für Sie. Eine davon ist das sogenannte Gold- oder Edelmetaldepot. Hier zahlen Sie als Investor auf Ihr Konto ein und können dann Barren oder Münzen direkt in Ihr Depot einbuchen lassen. In diesem Fall wird Ihnen das Gold also nicht ausgehändigt. Ihr Edelmetalldepot funktioniert dabei ähnlich wie ein Fremdwährungskonto. Die Bank, bei der das Depot geführt wird, erwirbt den Goldbestand für Sie als Kunden. Auf Wunsch können Sie sich natürlich die erworbenen Münzen oder Barren auch ausliefern lassen. Haben Sie Barren oder Münzen schon physisch zuhause oder in einem Schließfach, können Sie diese auch von den Banken ankaufen und dann in Ihr Depot einbuchen lassen.
Barren oder Münzen?
Eine Investition in Edelmetalle, ob Gold, Silber, Platin oder Palladium, kann in Form von Barren und in Münzen erfolgen. Letztere werden auch als Anlagemünzen bezeichnet. Im Gegensatz zum klassischen Münzsammler sind Motive und Auflagen von Anlagemünzen zweitrangig, da Sie als Investor das Edelmetall nahe am Materialpreise erwerben möchten. Im Gegensatz zu Barren sind alle Anlagemünzen, ob nun mit oder ohne aufgeprägtem Nennwert, offizielles Zahlungsmittel im jeweiligen Herkunftsland.
Edelmetalle sind einerseits ein begehrtes Sammelobjekt, anderseits eine alternative Sachwertanlage im Rahmen einer breit gestreuten Kapitalanlage. Das konservative Anlagedenken aus den praktischen Erfahrungen nach Weltkriegen, Wirtschaftskrisen und Inflationsjahren haben deren Besitzern in jedem Jahrhundert der Menschheitsgeschichte vor Geldentwertungen und Bankrott beschützt. Es war und ist das Wertaufbewahrungsmittel schlechthin, das in jedem Land der Welt akzeptiert wird.
Mein Tipp: Lassen Sie sich Anlagemünzen in Ihr Depot buchen!
Anlagemünzen sind im Prinzip Barren in Münzform. Die erste erschien im Jahre 1967, drei Jahre später begann die Massenprägung des Krügerrands in großen Stückzahlen. In den 80er-Jahren folgten andere Länder, die zudem einen Nennwert aufprägten. Mit einem Gesamtanteil von ca. 50% ist der Krügerrand Marktführer. Der Krügerrand hat einen minimalen Preisabschlag, der aus der Historie her begründet ist, der Panda (chinesische Anlagemünze) einen kleinen Aufschlag. Sind andere Metalle (z.B. Kupfer) dem Gold als Legierung beigemischt, erhält die Münze ihre charakteristische Färbung (beispielsweise Krügerrand, Britannia, American Eagle). Legierungen erhöhen aber auch die Festigkeit einer Goldmünze. Sie ist daher weniger anfällig gegen Kratzer. Gängige Größen sind 1 UZ Stücke bis 1/4 UZ, wobei generell gilt: Je kleiner eine Münze, desto höher ist der Aufpreis zum Gold, also kaufen Sie am besten große Einheiten bei Gold ab einer Unze und bei Silber ab einem Kilo. Ich rate ebenso dazu, die Edelmetalldepots bei unterschiedlichen Banken, gerade auch im Ausland, in der Schweiz oder Liechtenstein zu führen!
