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<title>GEOPOLITICAL.BIZ - Webzeitung</title>
<link>http://www.geopolitical.biz</link>
<description>Online Zeitung als RSS Feed</description>
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<lastBuildDate>16.12.2007 20:08</lastBuildDate>
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<title>Auswandern – Deutschlands Humankapital ist auf dem Sprung!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=297</link>
<description>Nach einer kürzlich veröffentlichten Allensbach-Studie würde jeder Fünfte gern aus Deutschland auswandern. Vor allem junge Leute unter Dreißig (33 Prozent) spielen derzeit mit dem Gedanken, Deutschland zu verlassen und ganz in den Lebensraum eines anderen Landes einzutauchen. Als Gründe für ihren Auswanderungswunsch geben die meisten an, dass ihnen andere Länder besser gefallen. Für die Jüngeren steht im Vordergrund, dass sie gerne einen Arbeitsplatz im Ausland finden würden. Das nennen 56 Prozent der Auswanderungswilligen im Alter unter Dreißig als ihr Motiv. Auch die steuerlichen Gründe spielen zunehmend eine Rolle, so geben 17 Prozent der Auswanderungswilligen dies als Hauptgrund an. Aus meiner Sicht wird gerade die Diskussion um den Überwachungsstaat, die Einführung der Abgeltungssteuer und auch die Erbschaftssteuerreform diesen Trend noch weiter verstärken.

Zu beobachten ist dabei, dass sich der Wunsch auszuwandern in Deutschland im Laufe der 90er Jahre deutlich verstärkt hat. In den Jahren und Jahrzehnten davor haben etwa 10 bis 15 Prozent der Westdeutschen über eine Auswanderung nachgedacht. Nur in den ersten Jahren nach dem verlorenen 2. Weltkrieg war es noch extremer. Damals dachte fast jeder dritte Westdeutsche darüber nach, anderswo in der Welt nach einem Neuanfang zu suchen. In dem Maße, in dem sich dann das sogenannte Wirtschaftswunder entwickelte, rückte der Gedanke ans Auswandern jedoch in die Ferne. Ende der 50er Jahre wollte nur noch jeder zehnte Deutsche gerne auswandern.

Das bedenkliche für unsere Gesellschaft ist für mich, dass vor allem mit vielen Bundesbürgern die das Land verlassen auch ein Stück Steueraufkommen und vor allem Wissen mit auswandert. Eine Industrienation wie Deutschland kann einen derartig nachhaltigen Trend nur kompensieren durch höhere Geburtenraten (welche aber in Deutschland ebenfalls stark rückläufig sind), bessere Bildung und Ausbildung oder durch gezielte Zuwanderung von ausländischen Spitzenkräften. Aber auch hier bin ich skeptisch, weil für mich Deutschland nur schwer als Einwanderungsland vorstellbar ist und es für qualifizierte Migranten natürlich auch weit attraktivere Länder in Europa gibt mit immer besser werdenden Rahmenbedingungen.

Die Lösung muss also primär sein, die tollen Voraussetzungen die Deutschland nach wie vor bietet durch liberale, freiheitliche und attraktive Rahmenbedingungen zu fördern und nicht zu schwächen durch Bürokratie, Überwachung, Abgaben oder Umverteilungen.

Ihr 

Markus Miller

Chefredakteur „Kapital &amp; Steuern vertraulich“

P.S.: Falls Sie noch kein passendes Weihnachtsgeschenk für den ein oder anderen Geschäftspartner oder Freund gefunden haben, kann ich Ihnen mein Buch „Geopolitische Vermögenssteuerung“ natürlich sehr ans Herz legen! Ebenfalls natürlich auch mit vielen attraktiven Länderberichten zu Destinationen im Ausland. Die Allensbach Studie „Auswandern“ steht Ihnen auch als PDF Download zur Verfügung. Ich wünsche Ihnen nun viel Informationsgehalt bei der Lektüre und natürlich frohe und erholsame Weihnachten!
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<pubDate>16.12.2007 20:7</pubDate>
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<title>Die Themen von Kapital &amp; Steuern vertraulich im Januar!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=292</link>
<description>Die Januar - Ausgabe von „Kapital &amp; Steuern vertraulich“ beinhaltet praxisnahe und nutzwertige Recherchen und Berichte zu folgenden Themenbereichen:

Vermögensanlage 2008 - Der große Test: Welche Bank für Sie die beste ist und wie Sie sie finden!

Erbschaftsteuerreform - Privates Erbe: 5 Empfehlungen zur anstehenden Steuerreform!

Lebensversicherungsmodelle - Neben Liechtenstein &amp; Luxemburg bietet auch England bei Lebensversicherungen viele Vorteile!

Wichtiges in Kürze - Rechtsurteile, Steuertipps, aktuelle Entwicklungen, kurz und informativ!

- Änderungen bei der Abgeltungssteuer – Option zur Normalveranlagung bei Halten einer Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft!

- Day-Trader sind nicht zwingend gewerblich tätig!

International Living – Arbeiten im Ausland - Wo Sie bei Tätigkeiten im Ausland Ihre Steuern zahlen müssen

PRINTAUSGABE VON KAPITAL &amp; STEUERN vertraulich JETZT TESTEN:

Die JANUAR-AUSGABE von “Kapital &amp; Steuern vertraulich” liegt als Ansichtsexemplar im absolut kostengünstigen Vorteils-Abo (4 Ausgaben zum Preis von 1) für Sie bereit. Testen Sie “Kapital &amp; Steuern vertraulich” jetzt 3 Monate ohne Risiko. 

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PSB Presse Service Bonn
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D-53095 Bonn

Telefon 0228 / 95 50 420 ANRUF oder E-MAIL genügt!

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<pubDate>16.12.2007 20:0</pubDate>
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<title>Interview mit Markus Miller im Handelsblatt und der Wirtschaftswoche!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=293</link>
<description>In der Wirtschaftswoche 50/2007 und im Handelsblatt finden Sie nachfolgendes Interview von Ingo Narat (Handelsblatt) mit Markus Miller, dem Chefredakteur von Kapital &amp; Steuern vertraulich zu den Hauptthemenbereichen Globalisierung, Risikomanagement und Abgeltungssteuer. 

Anleger brauchen mehrere unabhängige Bankbeziehungen

Skeptiker spotten über Verschwörungstheoretiker. Doch die aktuelle Finanzkrise zeigt: Geopolitische Vermögensplanung ist wichtiger denn je!

Die ab 2009 gültige Abgeltungssteuer ist ein Einschnitt. Ist das nicht ein Schlag gegen die eigenverantwortliche Altersvorsorge?

Markus Miller: Für Vermögende ist der 25-prozentige Abschlag kein so großer Beinbruch. Ein großer Schlag ist er aber für junge Leute, die Vermögen erst aufbauen müssen. Die Rendite für langfristige Sparpläne auf Aktien oder Aktienprodukte sinkt deutlich. Man hätte der Aktienkultur kaum einen größeren Schlag versetzen können. Die Spekulationsfristen werden ebenso wie das Halbeinkünfteverfahren abgeschafft, Verrechnungen von Werbungskosten und auch von Aktienverlusten sind dramatisch eingeschränkt.

Muss man sein Geld ins Ausland bringen?

Markus Miller: Junge und flexible können auswandern. Aber das ist natürlich ein extremer Schritt. Grundsätzlich ist die Antwort auf die Frage: Ja. Nur die deutschen Banken sind zur direkten Abführung der Steuer verpflichtet. Wer sein Geld ins Ausland transferiert, der muss seine Einkünfte später deklarieren. Ich rate zu einem Wechsel der juristischen Bezugsgröße, weg von der natürlichen Person zur juristischen Person. Das heißt: Ich lege um mein deutsches Wertpapierdepot den Mantel einer Versicherung Luxemburgischen oder Liechtensteinischen Rechts. Für viele Anleger ist das sicher ein unkonventioneller Gedanke.

Was bedeutet das konkret?

Markus Miller: Es lohnt sich für Vermögen in einer Größenordung von 50.000 Euro bis zu mehreren Millionen Euro. Ich kann beispielsweise in einer liechtensteinischen Lebensversicherung meinen Aktienfondssparplan laufen lassen. Die Abgeltungssteuer fällt erst am Laufzeitende an. Das Liechtenstein-Modell hat mehrere Vorteile. Der Anleger versteuert seinen Wertzuwachs nur mit der Hälfte des persönlichen Steuersatzes. Nur muss der Versicherungsnehmer einen anderen Begünstigten einsetzen, etwa Frau oder Kinder. In der Versicherung kann der Anleger außerdem Einfluss auf die Anlagepolitik nehmen – in Deutschland ist das unmöglich. Dazu muss er einen Vermögensverwalter dazwischenschalten, damit nicht der Eindruck des direkten Tradings entsteht, was als Umgehungstatbestand interpretiert werden könnte. 

Gibt es noch weitere Vorteile?

Markus Miller: Liechtenstein hat ein verlässliches Bank- und Versicherungsgeheimnis. Für deutsche Anleger ist das ein sensibles Thema, weil hierzulande die Diskretion immer weiter ausgehebelt wird. Viele wollen Ihre Privatsphäre jedoch gewahrt sehen. Es ist ein Vorteil, seine Depots außer Landes zu schaffen. In vielen anderen Ländern ist außerdem die reine Betreuung des Depots mit Blick auf den administrativen Aufwand weit weniger bürokratisch.

Lohnt auch eine internationale Depotstreuung?

Markus Miller: Das ist sogar absolut nötig. Es reicht nicht, beispielsweise auch in China zu investieren, aber nur ein einzelnes Depot bei einer einzigen Bank zu unterhalten. Anleger brauchen mehrere Bankbeziehungen in unterschiedlichen Ländern und unterschiedlichen Rechtsräumen: eine übergeordnete Risikostreuung. Das zeigt schon die aktuelle Finanzkrise. Wenn ich mein Geld bei nur einer Bank deponiere, stecke ich mit meinem gesamten Kapital in der Klemme, wenn diese Bank in Schieflage gerät.

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<pubDate>16.12.2007 20:2</pubDate>
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<title>Julius Bär eröffnet Vertretung in Abu Dhabi!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=294</link>
<description>Julius Bär, der führende reine Vermögensverwalter in der Schweiz, hat eine Vertretung in Abu Dhabi eröffnet. Diese soll als Kontaktstelle für Kunden dienen, die auf internationaler Ebene investieren möchten. Mit diesem Schritt baut die Bank Julius Bär ihr Geschäft in diesem dynamischen Wachstumsmarkt weiter aus und bekräftigt ihr Engagement in der Region. Für die Leitung der Vertretung zeichnet Peter Traber verantwortlich.

Die neue Vertretung in Abu Dhabi bringt den Private-Banking-Kunden vor Ort die Expertise der Bank Julius Bär näher und ermöglicht ihnen dadurch den Zugang zu umfassenden erstklassigen Informationen über Vermögensverwaltungsprodukte und -dienstleistungen. 

Alex W. Widmer, CEO der Bank Julius Bär, erklärte: „Abu Dhabi wächst stark und der Markt entwickelt sich günstig. Dies bietet bedeutende Möglichkeiten für die Vermögensbildung. Mit der Eröffnung unserer Vertretung in Abu Dhabi haben wir einen weiteren wichtigen Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie vollzogen. Zudem bekräftigen wir dadurch unser Engagement in dieser dynamischen Region.“ Thomas R. Meier, CEO Middle East, Asia and Eastern Europe bei Julius Bär, ergänzte: „Wir wollen nahe bei unseren Kunden sein. Mit unserer umfassenden Expertise in der Vermögensverwaltung, unserem ausgezeichneten Leistungsausweis und unserem hervorragenden Ruf in den Vereinigten Arabischen Emiraten sind wir optimal positioniert, um unseren Kunden in dieser Region erstklassige Informationen anzubieten.“ 

Für die Leitung der Vertretung zeichnet Peter Traber verantwortlich, der über mehrjährige Erfahrung im Private Banking in Abu Dhabi verfügt. Die Vertretung besitzt eine Lizenz der Zentralbank der Vereinigten Arabischen Emirate und befindet sich an der Bainuna 34th Street, Al Bateen Office Tower C1/Level8, Abu Dhabi, VAE. Julius Bär erhielt 2004 als erste ausländische Privatbank eine Lizenz für die Tätigkeit im neu geschaffenen Dubai International Financial Center. 

Persönliches Fazit von Markus Miller

Ein weiterer großer Player aus der Schweiz der nach Auslandsniederlassungen beispielsweise in Singapur nun seine Aktivitäten in den Vereinigten Arabischen Emiraten verstärkt. Aus meiner Sicht bereiten sich die Emirate auf die Zeit nach dem Öl vor und die Schweizer bereiten sich so langsam auf die Zeit nach dem Schweizer Bankgeheimnis vor. Beides sind für mich endliche Ressourcen wobei ich mir fast sicher bin, dass das Öl länger hält als das Schweizer Bankgeheimnis!

Die Emirate am Golf haben dabei jedoch schon lange erkannt, dass Ihre derzeitige Haupteinnahmequelle eben eine endliche Ressource darstellt und bereiten sich mit innovativen Maßnahmen schon lange auf die Zeit nach dem Öl vor. Der Tourismusbereich und die Ansiedelungen belegen, dass dieser Wandel heute schon mit großem Erfolg vorangeht. Die hohen Ölpreise und die damit verbundenen Erträge lassen dabei natürlich die Schaffung eines attraktiven Investitionsklimas leichter erreichen, aber dennoch können wir uns in Deutschland gerade im Bereich der Bereitstellung attraktiver Rahmenbedingungen für Investitionen durchaus etwas abschauen.

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<pubDate>16.12.2007 20:3</pubDate>
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<title>Private Altersvorsorge - Große Vermögenslücken!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=296</link>
<description>Viele Deutsche werden nach ihrem Berufsleben wohl an ihrem Lebensstandard knapsen müssen. Nach Schätzungen des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) legt die Hälfte der Haushalte, deren Hauptverdiener zwischen 1959 und 1973 geboren wurde, nicht genug für die Altersvorsorge zurück: Wer zu diesen Geburtsjahrgängen gehört und seinen Ruhestand mit 65 Jahren anstrebt, hat 26.000 Euro zu wenig gespart, um das Alter sorgenfrei genießen zu können so eine Auswertung von Dr. Manfred Jäger vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln.

Sparen für den Lebensstandard

Die gesetzliche Rentenversicherung wurde in den vergangenen Jahren mehrfach reformiert. Das war auch nötig, denn sonst hätte eine immer größere Abgabenlast den Arbeitsmarkt und die Beitragszahler zu sehr in Mitleidenschaft gezogen. Inzwischen ist es beispielsweise gesetzlich verankert, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung bis 2020 höchstens auf 20 Prozent und bis 2030 maximal auf 22 Prozent angehoben werden darf. Die größte Veränderung ist sicherlich die Rente mit 67: Das reguläre Renteneintrittsalter steigt bis 2029 sukzessive von 65 auf 67 Jahre an: Ab 2012 müssen Arbeitnehmer jedes Jahr einen Monat länger arbeiten, bevor sie in den Ruhestand gehen können. Von 2024 an verschiebt sich der Rentenbeginn jährlich um zwei Monate nach hinten. Wer allerdings 45 Versicherungsjahre angesammelt hat, darf weiterhin abschlagsfrei mit 65 in Rente gehen.

Geschuldet ist dies den demografischen Umständen in der Bundesrepublik: Immer weniger Beitragszahler stehen immer mehr Rentenempfängern gegenüber, die auch noch immer älter werden. 

Die Rentenreformen bedeuten jedoch auch, dass die gesetzliche Ersatzquote, also der Anteil der Rente am früheren Erwerbseinkommen, sinken wird. Im Jahr 2030 bekommen Ruheständler, die im Idealfall 45 Jahre gearbeitet und durchschnittlich verdient haben, nur noch rund 40 statt wie derzeit etwa 50 Prozent ihres früheren Bruttoeinkommens vom Staat überwiesen. Private Vorsorge tut also not, Beschäftigte müssen zunehmend Vermögen aufbauen, um ihre gesetzliche Rente zu ergänzen. Einerseits ist das natürlich begrüßenswert. Statt in der großen Rentenkasse zu verschwinden, fließt das Geld auf Sparkonten und in andere Anlagemöglichkeiten. Andererseits bedeutet sparen natürlich auch, während des Erwerbslebens weniger Euros in den Konsum zu stecken.

Aber es lohnt sich, denn im gesetzlichen Rentensystem fällt das Ruhegeld künftig recht bescheiden aus. 

Der Sachverständigenrat hat es in seinem aktuellen Gutachten einmal so ausgerechnet: Ein Erwerbstätiger, der 2030 in Rente geht, muss 30 Jahre gearbeitet und durchschnittlich verdient haben, um das gegenwärtige Niveau der Grundsicherung – rund 660 Euro monatlich – zu erreichen; aktuell genügen dafür 25 Jahre in Lohn und Brot. Der Grundgedanke der privaten Altersvorsorge ist hingegen: Sparen fürs Einkommen nach dem Einkommen. Im weiteren Sinn gehören dazu die betriebliche und die geförderte Vorsorge, beispielsweise durch Riesterverträge und die Vermögensbildung in Form von Immobilien. Wer spart, erhöht sein Vermögen, wird mit Zins und Zinseszins belohnt und kann damit seine gesetzliche Rente aufbessern. Diese Logik gilt im Prinzip auch für den Immobilienbesitz; hier bestehen die „Einnahmen aus Vermögen“ aus der gesparten Miete. Welche Summen dazu erforderlich sind, macht eine Beispielrechnung deutlich: Ein 35Jähriger möchte mit 65 Jahren in den Ruhestand gehen. Er hat ausgerechnet, dass seine gesetzliche Rente um 250 Euro monatlich zu niedrig ist, um seinen Lebensstandard aufrecht zu erhalten. Also beginnt der 35Jährige zu sparen, damit er ab 65 die fehlenden 250 Euro pro Monat aus eben diesem Ersparten beziehen kann. Zusätzlich möchte der Beschäftigte noch lange Zeit Zinsen – im Alter real 2,5 Prozent – kassieren, deswegen will er das zurückgelegte Kapital im Alter erst innerhalb von 30 Jahren aufbrauchen.

Unter diesen Umständen müsste der Sparer mit 65 Jahren ein Vermögen von 78.354 Euro zusammen haben, um seine Rentenlücke zu füllen.

Nach diesem Muster hat das IW mit den Daten der Einkommens und Verbrauchsstichprobe von 2003 die Ausgangslage in deutschen Haushalten untersucht. Dabei wurden Haushalte betrachtet, in denen ein Arbeiter oder Angestellter der Hauptverdiener ist und nach 1943 und vor 1979 geboren wurde. Um herauszubekommen, wie viel angespart werden muss, um daraus im Alter regelmäßige Einnahmen zu beziehen, wurde unterstellt, dass die Haushalte später einen bestimmten Anteil des früheren Bruttoeinkommens mit Erspartem ersetzen wollen. Beschäftigte, die ab 2010 in den Ruhestand gehen, streben in den IW Berechnungen an, die entstandene Rentenlücke von 15 Prozent mit eigenem Kapital zu schließen. Bis 2030 erhöht sich diese Quote auf 25 Prozent, weil sich in dieser Zeit die gesetzliche Rente reduziert. Betrachtet man allerdings die angesparten Vermögen der Haushalte in Deutschland, scheint es auf den ersten Blick keine Rentenlücke zu geben. Besonders üppig mit Kapital ausgestattet sind die Jah! rgänge von 1944 bis 1948.

Im Durchschnitt haben die Haushalte mehr gespart, als sie brauchen, um im Ruhestand ihren Lebensstandard beibehalten zu können.

Allerdings verstellt der statistische Mittelwert den Blick auf die Realität und gibt keinesfalls Anlass zur Entwarnung. Denn die Vermögen sind bei Weitem nicht gleich verteilt, was sich aus dem arithmetischen Mittel jedoch nicht herauslesen lässt. Für viele sieht es nämlich mau aus: Die Hälfte aller Haushalte,deren Hauptverdiener zwischen1964 und 1968 zur Weltkam, hatte im Jahr 2003 mindestensknapp 30.000 Euro zuwenig auf der hohen Kante,um im Alter ab 65 Jahren ohnegrößere Einschnitte leben zukönnen. Würden die Betroffenen ein Jahr länger arbeiten und sparen, würden ihnen noch immer fast 24.000 Euro fehlen. Die Lücken bei den jungen Haushalten mit einem Hauptverdiener, der nach 1974 geboren wurde, sind hingegen derzeit noch kleiner, denn zum einen scheinen diese Jahrgänge bereits mehr zu sparen, zum anderen hatten sie überhaupt noch nicht die Zeit, einen großen Fehlbetrag entstehen zu lassen. Dies hat allerdings zwei Gesichter: Einerseits hat ein junger Mensch noch relat! iv viel Zeit, Lücken zu schließen. Andererseits bedeutet eine Differenz von beispielsweise 10.000 Euro für jemanden, der in zehn Jahren in Rente geht, einen Fehlbetrag von nur 45 Euro pro Monat, während mit der gleichen Vermögenslücke jemand, der noch 40 Jahre zu arbeiten hat, später einmal monatlich 126 Euro zu wenig im Geldbeutel haben wird. Denn lägen die 10.000 Euro bereits heute auf der hohen Kante, würden sie sich bis zum Jahr 2047 mit Zins und Zinseszins entsprechend vermehren. 

Private Altersvorsorge: Riester-Rente startet durch

Von daher sollten sich auch junge Menschen mit dem Thema Vermögensbildung beschäftigen. Ein anderes Sorgenkind sind die einkommensschwachen Haushalte. Auch sie müssen eine Chance bekommen, Kapital für den Ruhestand aufzubauen. Der Zugang zur Vermögensbildung sollte also möglichst leicht gemacht werden. Dass sich das lohnt, zeigt der Erfolg der RiesterRente: Der Gesetzgeber hat im Jahr 2005 die Regeln dieser staatlich geförderten Anlageform vereinfacht. Seitdem erfreut sich die RiesterRente wachsender Beliebtheit:

Allein im dritten Quartal 2007 erhöhte sich die Zahl der Riester-Verträge um 635.000. Insgesamt gibt es zurzeit 9,7 Millionen Riestersparer – die 10-Millionen-Grenze ist in greifbarer Nähe.

Persönliches Fazit von Markus Miller

Die Deutschen scheinen also die Zeichen der Zeit langsam verstanden zu haben. Allerdings ist noch nicht ausreichend erforscht worden, ob RiesterVerträge wirklich zusätzlich zu bisherigen Sparanstrengungen hinzukommen oder ob sie andere Anlagen einfach nur ersetzen.

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<pubDate>16.12.2007 20:6</pubDate>
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<title>Schweizer Private-Banking-Anbieter sind internationale Spitze!</title>
<link>http://geopolitical.biz/cgi-bin/weblog_basic/index.php?p=295</link>
<description>Schweizer Private-Banking-Institute halten sich in einem zunehmend wettbewerbsintensiven internationalen Markt am besten. Dies zeigt die neueste «International Private Banking Study» des Instituts für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich, welche die Wettbewerbsfähigkeit von 253 Private-Banking-Anbietern aus elf Ländern untersucht hat. 

Die Margen im Private Banking sind international in den letzten Jahren zunehmend unter Druck geraten. Gegenüber 2004 vermochten nur die Private-Banking-Anbieter in der Schweiz, Liechtenstein und den nordischen Ländern ihre Margen zu verbessern. Im Kontrast zur Entwicklung der Margen haben sich die Eigenkapitalrenditen seit 2004 durchwegs positiv entwickelt. Berücksichtigt man die international unterschiedliche Eigenmittelausstattung, sind die Schweizer Banken führend.

Operationelle Effizienz - Die operationelle Effizienz hat sich gegenüber 2004 über alle Länder hinweg verbessert. Im Durchschnitt konnt! en die Private-Banking-Anbieter das Kosten-Ertrags-Verhältnis um beinahe fünf Prozentpunkte senken. Mit einem Kosten-Ertragsverhältnis von 65.7% befinden sich die Schweizer Anbieter allerdings auf den hinteren Rängen. Auf der Ertragsseite jedoch sind sie vorne dabei: Zusammen mit den japanischen und liechtensteinischen Banken sind es die schweizerischen Anbieter, die den höchsten Gesamtertrag und Bruttogewinn pro Mitarbeiter generieren.

Anlagerendite - Misst man die Anlagerendite relativ zum Benchmark, so schneiden die Banken aus den nordischen Ländern am besten ab. Die durchschnittliche Anlagerendite Schweizer Private-Banking-Anbieter ist gegenüber der letzten Durchführung der Studie im Vergleich zur ausländischen Konkurrenz leicht gefallen. Trotzdem gehören die Schweizer Banken nach wie vor dem besten Drittel oder der besseren Hälfte an, je nach Kennzahl.

Grösse und Wachstum - Die Studie untersucht, wie Grösse, Profitabilität, Effizienz und Wachstum untereinander im Zusammenhang stehen und die Anlagerendite beeinflussen. Insgesamt lässt sich nur begrenzte Evidenz für Skalenvorteile, gemessen an der Profitabilität, finden. Auf der anderen Seite scheinen kleine Institute effizienter arbeiten zu können. Grösse und Wachstumsvariablen sind nicht positiv korreliert. Mit anderen Worten: Grosse Banken wachsen nicht schneller als kleine. Zum ersten Mal kann gezeigt werden, dass Banken, die systematisch eine Überrendite erzielen auch unmittelbar durch einen höheren Zufluss von Neugelder profitieren – ein klarer Hinweis für die steigende Bedeutung der Anlagerendite bei der Private-Banking-Kundschaft als Auswahlkriterium einer Bank.

Schweizer Banken profitabler

Die detaillierte Betrachtung der Zahlen der Schweizer Banken bringt erstaunliches zum Vorschein. So besteht beispielsweise ein negativer Zusammenhang zwischen der Höhe der verwalteten Kundenvermögen pro Mitarbeiter und den Margen, die darauf erzielt werden. Dies steht im Widerspruch zur Tendenz zur Grösse in der Branche. Als Gegentrend zu «offenen Produktarchitekturen» kann gezeigt werden, dass für die Privatbanken als Differenzierungskriterium zunehmend von Bedeutung ist, eigene Fonds zu haben. Ein Vergleich schweizerischer und ausländisch kontrollierter Banken in der Schweiz zeigt, dass die Schweizer Banken letztere sowohl in Bezug auf die Profitabilität (gemessen an der Eigenkapitalrendite) als auch auf die operative Effizienz (Kosten-Ertragsverhältnis) übertreffen. Initiator und Leiter der Studie, Prof. Dr. Teodoro Cocca, meint dazu: «Diese Resultate sollten die Branche zum Nachdenken anregen. Einige der klassischen Branchen-Credos, wie der Zwang zur Grösse oder offen! e und damit nicht differenzierte Produktangebote, sind zumindest teilweise kritisch zu hinterfragen.»

Persönliches Fazit von Markus Miller

Die Internationalisierung des Private Banking schreitet weiter voran. Diese Entwicklung zeigt sich nicht zuletzt in den intensiven Expansionsbestrebungen der Schweizer Grossbanken, aber auch andere internationale Grossbanken hegen inzwischen internationale oder sogar globale Ambitionen. Der sich intensivierende Wettbewerb zwischen lokalen Anbietern und «Global Players» schlägt sich in einer länderübergreifenden Konvergenz der Margen nieder. In diesem Umfeld scheinen die Schweizer Privatbanken hervorragend positioniert. Sie haben sich eine ausgezeichnete Reputation erarbeitet, passen ihr Produktangebot schnell an neue Anlagetrends an und setzen bei diversen betriebswirtschaftlichen Kennzahlen den Maßstab. Bei aller Stärke des Schweizer Private Banking sind durchaus auch Möglichkeiten zur Verbesserung zu erkennen: Anlageperformance und operative Effizienz bieten Raum zur Verbesserung. Professor Cocca formuliert das Fazit wie folgt: «Schweizer Banken sind im Private Banking weiterhin die Champions – es gilt aber weiterhin an der Technik und Kondition zu feilen, um jedes Jahr das anspruchsvolle Publikum zu begeistern.»

Der gleichen Meinung bin ich persönlich auch und es gibt in der Schweiz natürlich auch bereits eine Vielzahl an kostengünstigen Alternativen die wir Ihnen in unserer Themenausgabe IV/2007 „Internationale Bankplätze – Diskretion, Risikostreuung, weniger Bürokratie“ vorgestellt haben. Diese Ausgabe finden Sie im Downloadbereich unter www.kapital-und-steuern.de

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<pubDate>16.12.2007 20:4</pubDate>
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