Seit langer Zeit bin ich ein großer Freund unterschiedlichster Urlaubs- und Reisekonzepte auf dem Meer. Von der Kreuzfahrt bis hin zum vollkommen individuellen Boots-Charter. Vor allem weil man dadurch innerhalb kurzer Zeit sehr viele Länder besuchen kann. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich mich auf einem “Schiffshotelzimmer” absolut sicher fühle. Speziell vor Einbruch, Diebstahl oder sonstigen Bedrohungen welche Reisen in andere Länder oftmals mit sich bringen.
Schiffe sind weit sicherer als Häfen Was mir nun bei meiner letzten Bootstour richtig bewusst wurde, in Bezug auf die Sicherheit von Häfen, ist deren Unsicherheit. Auf dem Meer und auf dem Schiff ist man kaum betroffen von Überfällen, Diebstählen oder Unfällen, wenn man sich einigermaßen vorsichtig verhält. Sobald aber das sichere Schiff verlassen wird, steigen diese Gefahren massiv an. Gerade die Häfen sind dabei oftmals die unsichersten Orte. Unter anderem war ich beispielsweise in Marokko. Einem Nordafrikanischen Land, welches derzeit ebenfalls sehr instabil ist. Natürlich bin ich auch an Land gegangen und habe mir die teilweise trostlosen Zustände in der Hafenstadt Tanger persönlich angeschaut. Ebenso war ich in der einst so stolzen Hafenstadt Lissabon, der Hauptstadt Portugals. Hier ist die Wirtschaftskrise an allen Ecken zu spüren. In Spanien habe ich mit den Küstenstädten Malaga, Cadiz, Alicante, Denia, Cartagena und Valencia eine weitere Schulden-Krisenregion Europas besucht. An der spanischen Festlandsküste ist vor allem die Immobilienblase in erschreckender Form sichtbar. Unzählige Ferienanlagen, Hochhäuser oder besser gesagt Betonbunker stehen dort leer. Die Spanische Wirtschaftskrise ist gerade hier überall zu spüren. Zwischen all diesen Ländern gibt es aber mit Gibraltar ein ganz kleines Land, in welchem ich von einer Krise überhaupt nichts gespürt habe. Im Gegenteil! Gibraltar ist eine Halbinsel an der Südspitze Spaniens mit einer Fläche von ca. 6,5 Quadratkilometern und bekannt unter anderem für seinen 426 Meter hohen sogenannten „Affenfelsen“. Gibraltar liegt zwischen den beiden Kontinenten Europa und Afrika und gilt als Wachposten der Einfahrt ins Mittelmeer. Seit 1713 ist Gibraltar eine britische Kolonie und hat seit 1965 laut Verfassung eine eigene Regierung. Die Amtssprache ist Englisch, aber die meisten der rund 30.000 Einwohner sind zweisprachig und sprechen sowohl spanisch als auch englisch. Die offizielle Währung ist das Britische Pfund, auch wenn es mit dem Gibraltar-Pfund eine eigene Landeswährung gibt, die jedoch an das Britische Pfund gekoppelt ist. Gibraltar: Oase zwischen instabilen Ländern - eine atttraktive Alternative in Europa Gibraltar ist ein politisch und wirtschaftlich stabiles Land. Seine Souveränität ist durch eine eigene Verfassung bestimmt. Darin verpflichtet sich Großbritannien, keine Abkommen einzugehen, durch die die Einwohner von Gibraltar entgegen ihrem ausdrücklichen freien und demokratischen Wunsch der Souveränität eines anderen Staates unterstellt werden. Großbritannien ist weiterhin für die Verteidigung, außenpolitischen Beziehungen und die innere Sicherheit zuständig. Das Land hat ein sehr gut ausgebautes Kommunikationsnetz und verfügt über einen planmäßigen Flugverkehr. Gibraltar erfüllt die OECD- und FATF-Standards (Geldwäschebestimmungen, Bankenaufsicht, Sorgfaltspflichten), dennoch gilt in Gibraltar ein hoher Grad der Vertraulichkeit. Dies liegt am vom englischen „Common Law“ abgeleiteten Verwaltungs- und Rechtssystem in Gibraltar. Die Regierung von Gibraltar hat sich zum Ziel gesetzt, aus dem kleinen Staat innerhalb von Europa ein internationales Finanzzentrum zu machen. In Gibraltar haben sich eine Vielzahl bedeutender europäischer und international tätiger Banken, Wirtschaftsberatungen und Versicherungsgesellschaften angesiedelt. Finanzexpertise für alle Arten von internationalen Bankgeschäften ist somit mehr als ausreichend vorhanden. Reformen in der Steuer- und Fondsgesetzgebung haben Gibraltar für die Errichtung von individuellen Investment-, Hedge-, Private Equity und Immobilienfonds zu einem der attraktivsten Plätze Europas gemacht. Die strategische Lage an der Einfahrt zum Mittelmeer macht Gibraltar seit Jahrhunderten attraktiv. Lediglich 30.000 Einwohner leben dabei in dem Kleinstaat, welcher auch ein zollfreies Gebiet ist. Gibraltar ist heute ein hoch respektiertes Finanz- und Handelszentrum mit spezialisierten Banken, Anwälten und Versicherungsgesellschaften. Einen ausführlichen Bericht zu meinen Bank- und Anwaltsbesuchen werde ich in einer der kommenden Ausgaben meines Finanz- und Wirtschaftsdienstes ► Kapitalschutz vertraulich publizieren. Wohnsitzmodell mit Zukunft: Leben auf dem Meer Ich bin ein großer Freund von Schiffsreisen und liebe das Meer. Ein mobiles Leben auf dem Meer hat für mich persönlich mit die höchste Lebensqualität.
Vor allem können derartige Lebensmodelle auch in steuerlicher Hinsicht sehr interessant sein. Durchaus auch als Dauerwohnistz- oder Altersruhesitz. Wer beispielsweise fortlaufend mit seinem Boot an unterschiedlichsten Standorten vor Anker geht, der löst nirgendwo eine Steuerpflicht aus. Man bezeichnet in der Steuerfachsprache derartige Personen als “Perpetual Traveller” oder “Dauerreisende”. Ich bin mir natürlich bewusst, dass derartige Steuermodelle derzeit nur für die wenigsten Menschen in der Praxis möglich sind. Dennoch glaube ich für die Zukunft an mobile Dauerwohnsitze oder auch Altersruhesitze auf Schiffen. Nicht wegen der Steuern natürlich, sondern vor allem wegen der Lebensqualität. Ich bin überzeugt dass es in Zukunft verstärkt kauf- und mietbare Städte auf dem Meer geben wird, welche kaum noch wie Schiffe aussehen. Schauen Sie sich einmal ► www.yachtislanddesign.com an, ich finde das absolut beeindruckend und zukunftsweisend. |